Schüller: vom joker zum luxusproblem für wück!

Darmstadt. Lea Schüller, die 28-jährige Nationalspielerin, hat ihre Rolle als Joker im DFB-Team perfektioniert und Bundestrainer Christian Wück vor ein charmantes Dilemma gestellt. Ihre Treffsicherheit von der Bank aus wird zur echten Waffe im WM-Qualifikationskampf, wie sie am Dienstag mit dem entscheidenden 5:1 gegen die Ukraine bewies.

Die neue waffe im sturm: schüller trifft nach einwechslung

Die neue waffe im sturm: schüller trifft nach einwechslung

Schüller selbst nimmt die Situation gelassen. „Jede Spielerin will von Anfang an spielen, das ist doch klar. Aber ich akzeptiere diese Rolle und versuche, sie bestmöglich zu nutzen“, erklärte sie im Vorfeld des entscheidenden Rückspiels gegen Österreich. Ihre beiden Jokertore in den letzten drei Länderspielen sprechen eine deutliche Sprache und zeigen, dass sie ihre Zeit auf dem Platz optimal nutzt. Ein Luxusproblem, das Wück gerne in Kauf nimmt.

Doch es gibt einen Haken: Auch im englischen Manchester United, wo Schüller seit Sommer vergangenen Jahres ebenfalls als Joker gefragt ist, kennt sie diese Konstellation. Nach der EM wurde sie von Nicole Anyomi, Leistungsträgerin von Eintracht Frankfurt, in der Startelf verdrängt. Wück ließ bereits anklingen, dass die Konkurrenz groß ist und die etablierten Kräfte sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen dürfen. „Sehr wenige“ hätten gegen die Ukraine ihre „Leistungsgrenze“ erreicht, so der Bundestrainer.

Die Frauen-Bundesliga-Spitze live und kostenlos auf Sport1! Die Situation zeigt deutlich: Hinter den Kulissen herrscht ein harter Konkurrenzkampf. Schüller muss sich also weiterhin beweisen, um ihre Position im Team zu festigen. Ihre Fähigkeit, in entscheidenden Momenten zuzuschlagen, ist jedoch unbestritten und macht sie zu einer wertvollen Ergänzung für das deutsche Nationalteam. Die Frage ist, ob sie sich langfristig gegen die Konkurrenz durchsetzen kann.

Die Leistungsgrenze wird in Zukunft eine spannende Messlatte sein, denn Wück hat bereits signalisiert, dass er keine Kompromisse eingehen wird. Schüller muss ihre Joker-Qualitäten weiterhin unter Beweis stellen, um ihre Chance auf mehr Spielzeit zu bekommen. Ihre Treffsicherheit ist zweifellos vorhanden – nun gilt es, diese in konstante Leistungen umzuwandeln und Wück zu zeigen, dass sie auch von Beginn an eine Bereicherung für das Team darstellen kann.