Schröder zittert mit cleveland, doncic fliegt auf 60: nba-nacht der superlative
Dennis Schröder hat mit Cleveland die Playoffs geknackt – und trotzdem war er nur Nebendarsteller in einer Nacht, die ganz andere Stars gehörten.
Die Cavaliers sicherten sich beim 115:110 in Chicago das Ticket für die Postseason, doch der deutsche Weltmeister blieb mit neun Punkten in 16 Minuten hinter den Erwartungen. Ohne Mitchell und Allen übernahm James Harden die Regie, nagelte 36 Punkte, neun Assists, sieben Rebounds – und machte klar, wer derzeit das Ruder in Ohio festhält.
Doncic dreht an der 60-punkte-schraube
In Los Angeles lieferte Luka Doncic innerhalb von 24 Stunden zwei Performances ab, die an die Bestzeiten von Kobe Bryant erinnern. Nach 40 Punkten gegen Houston jagte er Miami mit 60 Punkten davon, dazu 7 Rebounds, 5 Steals und 9 Dreier. Die Lakers feiern ihren slowenischen Vulkan, während die Liga nach neuen Superlativen sucht.
Parallel schrieb LeBron James Geschichte: Spiel Nummer 1611, gleichauf mit Robert Parish. Die alleinige Bestmarke liegt nur noch eine Partie gegen Orlando entfernt – und das bei einem 41-Jährigen, der immer noch in 35 Minuten über das Parkett fliegt.
Maximilian Kleber muss zuschauen. Die Lendenwirbel-Entzündung hält den deutschen Forward auf der Bank fest, während seine Kollegen Tränen der Rührung vergießen.

Orlando verspielt playoff-poker
Die Magic um Tristan da Silva und Moritz Wagner kassierten in Charlotte eine 111:130-Klatsche und rutschen auf Platz sieben. Da Silva startete, blieb bei vier Punkten, Wagner kam von der Bank und steuerte fünf Zähler bei – zu wenig, um die Hornets auf Distanz zu halten. Ohne den verletzten Franz Wagner fehlt Orlando die Durchschlagskraft im Finish.
Cleveland steht mit 42:27 als Vierter fest im Sattel, doch die Frage bleibt: Wer führt die Cavs, wenn Mitchell zurückkehrt? Harden hat sich in Abwesenheit zum Anführer gemausert – und Schröder muss ums Minutenpaket kämpfen. Die Playoffs beginnen in zwei Wochen. Da zählt nur, wer den Ball in der Hand hält – und nicht, wer ihn einmal im Viertel berührt.
