Schröder rettet cavs mit eiskalten freiwürfen – detroit wartet
Dennis Schröder schob sich mit 17 Sekunden auf der Uhr an die Linie, ließ das Barclays Center kurz verstummen und versenkte drei Freiwürfe – Weg mit der Mini-Krise. Cleveland besiegt Brooklyn 106:102, beendet die Mini-Serie von zwei Pleiten und behält im Osten Anschluss an die Top-Four.
Schröder kommt von der bank und trifft, wann es brennt
12 Punkte, 5 Assists, 19 Minuten – keine Starter-Zahlen, aber genau die, die der deutsche Weltmeister brauchte, um sein Team über die Runde zu retten. „Wenn Coach mich ruft, bin ich bereit“, sagte er nach dem Spiel mit rauer Stimme, „egal, ob ich zehn oder 30 Minuten bekomme.“ Die Nets lagen im vierten Viertel noch vorne, doch Schröders Parade-Freiwürfe mit 5,3 Sekunden Rest machten die Cavs unmittelbar darauf zur Sieger-Mannschaft.
James Harden war mit 22 Punkten nominell Top-Scorer, doch die Arena sang nach Abpfiff Schröders Namen – ein seltenes Lob für einen Sixth Man in fremder Halle. Cleveland steht nun bei 38:24 Siegen, nur ein halbes Rennen hinter den Knicks auf Platz drei. Die Playoff-Tickets sind noch längst nicht gebucht, aber das Selbstvertrauen ist zurück.

Am dienstag folgt die revanche gegen detroit
Die Pistons haben die Cavs am Freitag in die Verlängerung gezwungen und mit 122:119 niedergestreckt. Die Erinnerung ist frisch, die Wut sitzt tief. „Wir schulden den Jungs von der Motor City was“, sagte Trainer J. B. Bickerstaff. Die Defense muss früher umschalten, die Ballverluste (18 gegen Brooklyn) weg, und die Bank – allen voran Schröder – muss erneut liefern. Denn Detroit ist nicht nur Tabellenführer, sondern momentan auch das Maß aller Dinge im Osten.
Für Schröder geht es um mehr als zwei Zähler in der Tabelle. Nach seiner EM-Heroik will er in der NBA endlich die Marke von 20.000 Karriere-Minuten knacken und sich in die Top-10 deutscher Playoff-Scorer einreihen. Die nächste Bühne steht bereit – und er hat bereits bewiesen, dass er große Auftritte mag.
