Schröder im schatten der stars: cavs dominieren raptors
Cleveland – Die Cleveland Cavaliers haben in Spiel zwei der NBA-Playoff-Serie gegen die Toronto Raptors einen weiteren wichtigen Schritt Richtung nächste Runde gemacht und die Serie nun mit 2:0 führen. Doch während die Fans die Leistungen von Donovan Mitchell und James Harden feiern, bleibt Dennis Schröder, der deutscheWeltmeister, vorerst eine Randfigur in diesem aufregenden Playoff-Duell.

Die ungleiche lastverteilung im team
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Schröder stand lediglich rund 14 Minuten auf dem Parkett, verbuchte fünf Punkte, vier Assists und ein frustrierendes 1:5 von der Distanz. Keine Katastrophe im Einzelnen, aber ein Mangel an Einfluss auf den Spielverlauf, der auch im ersten Spiel der Serie schon sichtbar war. Diese Situation ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer bewussten taktischen Entscheidung von Trainer Kenny Atkinson.
Denn die Cavaliers setzen aktuell alles auf ihre beiden Superstars. Mitchell brillierte mit 30 Punkten, Harden steuerte 28 Zähler bei und übernahm vor allem in den entscheidenden Phasen die Verantwortung. „Das war ein Spiel der Superstars“, erklärte Atkinson nach dem Spiel. „Diese Spieler führen uns an.“ Daraus resultiert für Schröder eine Geduldsprobe, die er bisher mit Fassung zu bewältigen scheint, obwohl seine Einsatzzeit überschaubar bleibt. Die klare Rollenverteilung ist unübersehbar: Mitchell und Harden werden so eingesetzt, dass stets einer von beiden auf dem Feld steht, was den Raum für einen klassischen Aufbauspieler wie Schröder erheblich einschränkt.
Lo que nadie cuenta es que diese Strategie zwar kurzfristig zum Erfolg führt, langfristig aber das Potenzial von Schröder unnötig schmälert. Eine derartige Begrenzung der Einsatzzeit kann dem deutschen Nationalspieler nicht nur sportlich frustrieren, sondern auch seine Entwicklung behindern. Die Frage ist, ob Schröder diese Situation akzeptiert und seine Rolle als Joker annimmt, oder ob er nach einer stärkeren Rolle sucht.
Währenddessen glänzt Franz Wagner in Detroit und trägt zum erfolgreichen Playoff-Start der Orlando Magic bei. Sportlich gesehen läuft es für Cleveland weiterhin perfekt, wie bereits im ersten Spiel. Die Cavaliers kontrollierten auch Spiel zwei über weite Strecken und ließen den Raptors kaum eine Chance. Jetzt geht die Serie nach Toronto, in eine neue, potenziell entscheidende Phase. Denn in den Playoffs kann sich die Dynamik rasch ändern – und genau dann könnte auch Schröders Moment kommen. Bis dahin aber bestimmen Mitchell und Harden das Spielgeschehen.
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Schröder seine Chance nutzen kann, um sich in die Erfolgsgeschichte der Cavaliers einzuschreiben, oder ob er weiterhin im Schatten der Stars agieren muss. Eine Sache ist klar: Die NBA-Playoffs sind ein Marathon, kein Sprint, und die Rollen können sich jederzeit neu verteilen.
