Schröder dissed cunningham live: „du gehst nicht ans telefon“

Die Cleveland Cavaliers schlagen die Detroit Pistons 112:98, doch das Highlight liefert ein Mikrofon: Dennis Schröder lästert über Cade Cunninghams Promi-Ego – und liefert dabei selbst 15 Punkte vom Bench.

Freiwurflinie wird zur sprechstunde

Cunningham steht an der Linie, Schröder hockt in der Lane, das Körperspiel beginnt. Doch statt Trash-Talk kommt Familien-Talk. „Jetzt brauchst du nicht mit mir reden. Ich rufe an und du gehst nicht ran“, wirft Schröder seinem ehemaligen Backcourt-Partner vor. Der Grund: Cunningham war in der Preseason MVP-Kandidat, Schröder plötzlich nur noch zweite Geige. „Kaum bekommst du MVP-Gesänge, gehst du nicht mehr ans Telefon“, feixt der DBB-Kapitän. Die Kameras fangen alles ein, die Liga lacht.

Die Zahlen sprechen für Schröder: 15 Punkte in 22 Minuten, 5 Assists, Plus-13 im Plus-Minus. Cunningham bleibt bei 4/16 FG, Minus-18. Die Pistons verlieren trotz Home-Court, Cavs übernehmen die Spitze des East.

Beziehungsstatus: kompliziert

Beziehungsstatus: kompliziert

Die beiden hatten im Sommer noch Pick-and-Roll-Drills in Auburn Hills absolviert. Jetzt trennen sie 250 Meilen und ein Ego. Schröder, immer noch schnellster deutscher NBA-Akteur, nutzt die Bühne, um seine Marktmacht zu zeigen. Cunningham, 22, lernt: Superstardom schützt nicht vor 4/16-Nächten.

Cleveland feiert den vierten Sieg in Serie, Detroit kassiert die zweite Niederlage gegen einen Top-4-Gegner. Doch wer über Nacht trending ist, ist nicht der Shooting Guard mit der schwarzen Maske, sondern der mit dem scharfen Mundwerk. Schröder gewinnt das Spiel – und das Gespräch.