Can yaman zerpflückt doping-vorwürfe – und liefert fitness-brandrede
Can Yaman hat’s satt. Statt weiter Kommentare wie „Spritzen und Dosen“ zu dulden, zog der türkische TV-Star gestern Abend selbst den Stecker – und ließ seine Hater auf Instagram wortwörtlich abblitzen.
Der 34-Jährige postete Screenshots der üblichsten Unterstellungen („Bombette, Sirignghe, nur Glück“), quetschte sie zusammen und schrieb drüber: „Kommentare hässlicher, halbwüchsiger Neider.“ Dann knallte er ein Trainings-Video aus dem Sandokan-Bootcamp hinterher: 5-Uhr-Morgen-Wecker, Seilzirkuit, Gewichtwesten, keine Schnitte, keine Filter.
Der neue body shaming-paradox: zu muskulös, um echt zu sein
Yamans Antwort trifft einen Nerv, der längst über Italien hinausreicht. Wer heute ein Sixpack präsentiert, wird automatisch in die Doping-Ecke gestellt. Laut einer YouGov-Umfrage glauben 62 % der Deutschen, Schauspieler nutzen „irgendetwas“, um in Form zu bleiben. Der Grund: Instagram erzeugt ein Bild vom Superkörper, das sich mit normalem Training nicht erklären lässt – also muss Betrug her.
Dabei ist das Gegenteil der Fall. Yamans Coach Enrico Papi verlangte 20 Wochen lang sechs Einheiten pro Woche, 3 500 kalorienreine Mahlzeiten und einen Alkohol-Lockdown. Wer das hinterfragt, lautet Papis Kommentar: „Dann soll er mal zwei Stunden mit uns mitmachen. Danach braucht er keine Spritze mehr, sondern einen Krankenwagen.“
Der Vorwurf, nur Frauen würden body shaming erleben, ist damit Makulatur. Männer werden bloß anders beschossen: nicht wegen Pfunden, sondern wegen zu viel Definition. Das Resultat ist ein gesellschaftliches Zwickmühle: Entweder bist du faul – oder du betrügst.

Von sanremo bis sandokan: yamans belastungsprobe live im tv
Die Debatte kommt zur Unzeit. Yamans Karriere steht auf dem Sprung. Nach seinem Co-Moderationsjob beim Sanremo-Festival 2026 unterschrieb er für die Hauptrolle in der RAI-Serie „Sandokan“, Drehstart September. Die Produktionsfirma RAI Fiction setzte eine Klausel: Body-Fat maximal 8 %, sonst wird nachbesetzt. Keine CGI, kein Double. Die Kamera liefert Nahaufnahmen in 8K – jede Faser muss sitzen.
Quasi nebenbei schob Yaman noch ein Sponsoring-Deal mit Intersport Italien an Land: eine Home-Fitness-Kollektion, die ab November in 450 Filialen startet. Wer da mit Doping unterwegs wäre, würde nicht nur seine Rolle verlieren, sondern Millionen Euros Sponsoring mit einem Fingerstreich zerstören. Risiko praktisch null, Verlust maximal.
Die Lektion bleibt: Im Sportbusiness – und Yamans Job ist mittlerweile 24/7 Sport – zählt die Leistung. Der Rest ist Neid, gepackt in 280 Zeichen Hass. Ob 6-Uhr-Wecker auf dem Bau oder vor der Kamera: Wer schwitzt, braucht keine Beweise mehr liefern. Die Silhouette ist der Lebenslauf.
