Schottland am rande des wm-aus: ein wunder ist nötig!
Die Hoffnung stirbt zuletzt – aber bei Schottland sieht es düster aus. Nach dem enttäuschenden Abschneiden in der Gruppenphase und dem Aus gegen Brasilien hängt das vorzeitige Ende der Weltmeisterschaft für die „Tartan Army“ in der Schwebe. Ein Wunder ist nötig, und es muss in den nächsten Stunden geschehen.

Drei spiele, drei szenarien: der letzte strohhalm für schottland
Die Bilanz ist klar: Ein Sieg gegen Haiti (1:0), eine Niederlage gegen Brasilien (0:3) und ein weiteres 0:1 gegen Marokko. Eine Tordifferenz von -3 und drei Punkte reichten nicht, um Gruppenzweiter zu werden. Doch die Möglichkeit, als einer der besten Gruppendritten ins Sechzehntelfinale einzuziehen, hängt von den Ergebnissen anderer Spiele ab. Steve Clarke und sein Team brauchen Hilfe – und zwar dringend.
Die Bedingungen sind kompliziert: Schottland benötigt einen deutlichen Sieg Ghanas gegen Kroatien (mindestens drei Tore Unterschied) – ein Szenario, das die kroatische Tordifferenz verschlechtern würde. Doch selbst dann wäre Schottland nicht gerettet. Ein Remis zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Usbekistan könnte die Schotten retten, solange Kongo nicht mehr als zwei Punkte erreicht. Nur ein Sieg Usbekistans wäre hilfreich, aber nur, wenn sie Kongo mit vier oder mehr Toren besiegen.
Und dann ist da noch Österreich. Sollte Schottland am Ende den neunten Platz belegen, liegt die letzte Hoffnung auf einem Sieg Österreichs gegen Algerien mit mindestens zwei Toren Unterschied. Ein Unentschieden würde beiden Teams den Einzug ins Sechzehntelfinale ermöglichen, aber für Schottland wäre das auch bedeutsam.
Die Situation ist angespannt. Die „Tartan Army“ verfolgt die Spiele mit angehaltenem Atem, während die schottischen Verantwortlichen auf ein Fußball-Märchen hoffen, das kaum Wahrscheinlichkeit besitzt. Die Opta-Supercomputer geben den Bravehearts nur 0,05 Prozent Chance auf den Einzug. Eine Zahl, die die Hoffnung kaum nährt.
„Ich denke, wir fahren nach Hause“, gab Clarke nach der Niederlage gegen Brasilien zu. Ein Statement, das die Realität der Stunde widerspiegelt.
