Vierschanzentournee: finanzstreit abgewendet – jubiläumstournee gerettet!
Ein Fiasko war es nur knapp vermieden: Der Deutsche Skiverband (DSV) und der Skiclub Partenkirchen haben sich kurz vor knapp in ihrem langwierigen Finanzstreit geeinigt. Der für Dienstag angesetzte Gütetermin vor dem Landgericht München fiel damit aus. Für die Sportwelt und insbesondere für die Fans der Vierschanzentournee heißt das: Das traditionsreiche Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen findet wie geplant statt und die Damen dürfen erstmals mit dabei sein.

Hintergrund des streits: wer trägt das risiko?
Im Kern ging es um die Finanzierung der Tournee. Der SCP, der die Infrastruktur bereitstellt und die Ticketeinnahmen verbucht, hatte höhere finanzielle Zuwendungen vom DSV gefordert. Dieser hingegen nimmt die Gelder primär über die lukrative TV-Vermarktung und Werberechte ein. Klubpräsident Michael Maurer hatte deutlich gemacht, dass der Verein das komplette finanzielle Risiko trage, diese Belastung aber in den bisherigen Einnahmen nicht angemessen widergespiegelt werde. Ein brisanter Punkt: Die erstmals ausgetragene Damen-Tournee verschiebt das Männer-Springen in den späten Neujahrsnachmittag und sieht nun auch unter Flutlicht statt, was potenziell den Kartenverkauf beeinträchtigen könnte.
DSV-Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach räumte ein, dass die Einnahmen aus Lizenz- und Fernsehrechten nur moderat gestiegen seien, was nur begrenzte Anpassungen ermöglicht habe. Doch die Bedeutung des SCP für die Tournee ist unbestritten: Ohne ihn, so Maurer, gäbe es schlichtweg keine Vierschanzentournee.
Ein Glücksfall für den Wintersport
Die Einigung kommt zu einem besonders günstigen Zeitpunkt. Die Vierschanzentournee feiert im kommenden Jahr ihr 75. Jubiläum, und erstmals werden auch die Damen um Medaillen kämpfen. „Das ist ein starkes Signal für die Weiterentwicklung unseres Sports und ein Anlass, auf den wir uns gemeinsam mit großer Vorfreude vorbereiten können“, erklärte ein sichtlich erleichterter DSV-Vorstand Andreas Schlütter.
Die Tatsache, dass Garmisch-Partenkirchen im ursprünglichen Terminplan der FIS nicht explizit aufgeführt war, hatte zusätzlich für Verunsicherung gesorgt. Ein Eskalation des Streits hätte im schlimmsten Fall dazu führen können, dass die Tournee einen neuen Ausrichter – oder sogar einen neuen Namen – benötigt hätte. Diese düstere Vision ist nun aber vom Tisch. Der Fokus kann nun voll und ganz auf die sportliche Vorbereitung gelegt werden – und das ist auch gut so, denn die Fans erwarten Spannung pur!
Die Erleichterung ist groß, denn die Vierschanzentournee ist nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region.
