Schottischer schlussmann gordon trotzt dem tod – und fliegt zur wm!

Ein Wunder, ein Kampf gegen die Zeit, ein Triumph des menschlichen Willens: Craig Gordon, der Torwart Schottlands, steht tatsächlich bei der Weltmeisterschaft in den USA! Nur wenige Wochen nachdem ihm drohte, durch eine schwere Verletzung am Hals sein Leben zu verlieren, wird er nun im schottischen Tor stehen – ein Beweis dafür, dass Sport mehr ist als nur ein Spiel.

Die diagnose, die alles veränderte

Im März dieses Jahres erhielt Gordon eine Diagnose, die ihn schockierte: Eine schwere Verletzung des Halses, die potenziell zu Lähmungen oder sogar zum Tod führen konnte. Spezialist Usamah Jannoun sprach Klartext: „Wenn Sie weiterspielen, könnten Sie gelähmt bleiben, Sie könnten sterben.“ Diese Worte hingen schwer im Raum, doch Gordon entschied sich für den Kampf. Er wollte nicht zulassen, dass seine Karriere und sein Leben durch diese Verletzung beendet wurden.

Die Entscheidung für die Hoffnung Anstatt aufzugeben, begann Gordon mit einer intensiven Rehabilitation. Er konfrontierte sich mit seinen Ängsten und Unsicherheiten, immer mit dem Ziel vor Augen, bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein. „Es war ein Dilemma“, gestand er in einem BBC-Dokumentarfilm. „Entweder ich versuche weiterzuspielen, oder ich denke an den Rest meines Lebens und sage mir, ich muss aufhören, um in der Lage zu sein, mit meinen Kindern zu spielen und ihnen ein aktiver Vater zu sein.“

Ein leben voller rückschläge

Ein leben voller rückschläge

Gordon ist kein Unbekannter, was Verletzungen betrifft. Seine Karriere war von einer Reihe von Problemen geprägt: Knöchelprobleme, Armbrüche, ein Beinbruch, Knieoperationen, Schulterbeschwerden – die Liste ist lang. Insgesamt hat er laut BBC schätzungsweise 1.975 Tage verpasst, was rund 200 Spielen entspricht. Besonders hart traf ihn der Ausfall von 2012 aufgrund einer Patellasehnenentzündung, der ihn für zwei Jahre außer Gefecht setzte. Damals zweifelte sogar sein Verein, Sunderland, an der Ernsthaftigkeit seiner Schmerzen und schickte ihn zu einem Psychologen. Gordon bewies jedoch, dass es keine Einbildung war.

„Es gab Momente, in denen ich weinte“, gab er zu. „Aber ich zeige das normalerweise nicht nach außen.“ Hinter seiner ruhigen Fassade verbirgt sich ein Kämpferherz, das sich immer wieder nach vorne kämpft.

Ein vorbild für die ewigkeit

Ein vorbild für die ewigkeit

Nachdem er in der letzten Saison nur sechs Spiele für Hearts und die schottische Nationalmannschaft bestritten hat, ist Gordon nun bereit für die Weltbühne. Ob er im ersten Spiel gegen Haiti in der Startelf stehen wird, ist noch offen. Doch eines ist sicher: Craig Gordon wird Geschichte schreiben. Als ältestes Feldspieler bei dieser WM wird er ein Vorbild für alle Sportler, die niemals aufgeben, egal wie groß die Widrigkeiten sind. Seine Geschichte ist eine Inspiration und zeigt, dass Träume auch im hohen Alter noch wahr werden können.

Nach dem Turnier wird Gordon über seine Zukunft entscheiden. Doch im Moment zählt nur eines: Den Moment zu genießen und das zu erleben, wovon er als Kind geträumt hat – an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Sein Traum ist Realität geworden, und das ist alles, was zählt.