Alba berlin jagt bayern mit 87:61-kantersieg – showdown in münchen droht
Alba Berlin fegt
mit einem 87:61-Auswärtserfolg über die Skyliners Frankfurt in den Showdown bei Bayern München. Jack Kayil spielt im dritten Viertel den Kapellmeister, der deutsche Nationalspieler erzielt 17 Punkte und lässt die Frankfurter mit einem 28:10-Run hinter sich. Die Hauptstädter haben nun 46:16 Zähler auf dem Konto, nur zwei Punkte hinter dem Rekordmeister – und noch ein Spiel in der Hinterhand.Calles-truppe zündet den turbo nach der pause
Die erste Halbzeit wirkt wie ein Sparprogramm. Beide Teams tauschen Korbeinlagen aus, es steht 33:35. Doch nach dem Seitenwechsel dreht Pedro Calles an der Schraube: Vollcourt-Press, schnelle Umschaltmomente, gezielte Isolationen für Kayil. Die Skyliners verlieren den Faden, treffen nur noch vier Feldkörbe im dritten Viertel. „Wir haben die Intensität erhöht und Frankfurt keine Atempause gegönnt“, sagt der Alba-Coach mit rauer Stimme. Die Gäste verwandeln acht ihrer ersten neun Dreier nach dem Break, die Halle verstummt.
Mit dem vierten Sieg in Serie festigt Alba Rang zwei vor Pokalsieger Bamberg Baskets (40:20). Die Oberfranken haben zwar das Turnier in der Arena geholt, in der Meisterschaft droht ihnen jetzt die Entscheidungsspielrolle. Für Berlin zählt nur noch München.

Freitagabend in der audi dome: endspiel ohne titel
Am Freitag (18.00 Uhr, Dyn) empfangen die Bayern die Berliner in der 28. Hauptrunde. Selbst ein Auswärtssieg würde Alba nicht an die Spitze katapultieren – die Münchener haben zwei Partien weniger absolviert. Dennoch: „Wir wollen den Grundstein für die Play-offs legen und zeigen, dass wir in der Audi Dome gewinnen können“, erklärt Kapitän Luke Sikma. Beide Klubs haben ihr Ticket fürs Viertelfinale bereits gebucht, doch die Psychologie zählt. Wer jetzt die Nase vorn behält, trägt Selbstvertrauen in eine mögliche Serie im Mai.
Während die Top-Clans duellieren, rutscht Würzburg ins Schleudern. Die Fitness First Baskets kassieren beim Syntainics MBC eine 52:83-Klatsche, verpassen nach einer verschlafenen ersten Hälfte (19:44) den Sprung auf Platz fünf. Trainer Pat Elzie spricht von einem „Blackout in allen Bereichen“, seine Mannschaft bleibt trotzdem Sechster – ein schwacher Trost angesichts der herben Heimniederlage der direkten Konkurrenz.
Die BBL-Spitze verdichtet sich. München reist mit 48:10 Punkten, Berlin folgt mit 46:16. Die Differenz: ein Spiel und ein Körnchen Selbstvertrauen. Kayil lacht nach dem Abpfiff in Frankfurt: „Wir haben noch Luft nach oben.“ Die Bayern werden es spüren.
