Fch bangt um befreiung: schmidt fordert „vollgas“ gegen berlin!
Heidenheim steht vor einem existenziellen Duell. Nach 15 sieglosen Spielen ist der Druck enorm, doch Trainer Frank Schmidt kündigt an: Gegen Union Berlin wird alles gegeben, um endlich den ersehnten Sieg einzufahren. Die Sehnsucht nach drei Punkten ist beim 1. FC Heidenheim so groß wie nie zuvor.
Personelle probleme belasten schmidt vor dem wichtigen spiel
Die Ausfallliste ist lang. Nach dem Unentschieden in Gladbach müssen Schmidt und sein Team ohne Gimber, Ibrahimovic, Behrens, Föhrenbach und vor allem Mikkel Kaufmann auskommen. Letzterer fällt definitiv aus, während die anderen angeschlagenen Spieler nur wenig trainieren konnten. Besonders bitter ist die Bestätigung der Knieoperation für Conteh, deren genaue Diagnose noch aussteht. „Nach der OP sehen wir, wie schlimm es ist“, so Schmidt, der aktuell keine weiteren Auskünfte geben kann.

Konstanz im defensivbereich muss her
Obwohl die Berliner mit 32 Punkten im Mittelfeld komfortabler dastehen, betont Schmidt die Bedeutung des Heimsiegs. „Unabhängig davon wollen wir zu Hause gewinnen. Die Leistungen waren in den letzten Spielen in Ordnung, aber wir müssen endlich die Aussetzer unterbinden.“ Vor allem die Defensive müsse stabiler werden. Schmidt fordert mehr Konstanz und Einsatzbereitschaft von seiner Mannschaft.

Historische bilanz stimmt die heidenheimer optimistisch
Auch wenn man bei einem Tabellenvorletzten schwer von einem „Lieblingsgegner“ sprechen kann, so hat Heidenheim in der Bundesliga bisher vier von fünf Duellen gegen Union Berlin für sich entschieden. Betrachtet man die zweite Liga, sieht die Bilanz ebenfalls positiv aus (5:3). Schmidt warnt jedoch davor, sich auf alte Erfolge zu verlassen. „Wir müssen den Fokus auf die Gegenwart legen. Wir haben in dieser Saison schon viel richtig gemacht, aber ‚ordentlich‘ reicht in der Bundesliga eben nicht aus, um zu punkten.“

Die last der ergebnisse – schmidt zeigt sich offen
Die lange Sieglosserie hinterlässt Spuren. „Das ist unheimlich schwierig, wenn man über Wochen und Monate keinen Sieg feiern kann. Das muss man zugeben“, gibt Schmidt offen zu. Dennoch sieht er eine Mannschaft, die sich nicht unterkriegen lässt und im Training weiterhin alles gibt. „Wir brauchen diese drei Punkte dringend, für unser Gefühl.“ Diese Sehnsucht treibe die Mannschaft und das Trainerteam an.

Defensive stärken, bälle „von der linie kratzen“
Schmidt konzentriert sich vor allem auf die Abwehrarbeit. Obwohl es gegen Leverkusen und Gladbach jeweils für zwei oder drei Treffer reichte, blieb der Sieg aus. „Wir bekommen zu viele und zu viele einfache Gegentore. Wenn wir es schaffen, in einem Spiel bis zur letzten Sekunde dagegenzuhalten und den Ball von der Linie zu kratzen, dann werden wir auch wieder drei Punkte holen.“ Er fordert von jedem Spieler, „bis zum Schluss Vollgas“ zu geben, denn „das ist Bundesliga, das ist ein Fest!“.
Schmidt genießt allseits hohes Ansehen, nicht zuletzt aufgrund seiner Begeisterung für den Fußball. Ein kürzlicher Friseurbesuch offenbarte die Stimmung in der Stadt: „Der erste, der mich gesehen hat, sagte: Wir steigen nicht ab. Die Leute möchten auch etwas zurückgeben nach all den erfolgreichen vergangenen Jahren“, schmunzelt Schmidt.
Die Fans, die Bürger und der FCH stehen fest zusammen, unabhängig vom Tabellenplatz. Nun gilt es, gegen Union Berlin endlich wieder zu siegen – und den ersten Schritt aus der Krise zu tun.
