Schockstart tschechiens: wm-aus droht schon früh!
Atlanta – Tschechien hat im zweiten Gruppenspiel gegen Südafrika zwar einen blitzartigen Start hingelegt, doch die Führung konnte man nicht mehr verteidigen. Ein spät erzielter Elfmeter bedeutete ein müdes 1:1, und das Team von Michal Bílek muss nun gegen Gastgeber Mexiko unbedingt gewinnen, um seine Chancen auf das Weiterkommen bei der Weltmeisterschaft zu wahren. Südafrika steht vor derselben Aufgabe.

Ein blick auf die schiedsrichterleistung
Die Amerikanerin Tori Penso schrieb als zweite Schiedsrichterin überhaupt Geschichte, indem sie ein WM-Spiel leitete – im Anschluss an Stéphanie Frappart, die vor vier Jahren in Katar bereits Pionierarbeit geleistet hatte. Penso zeigte eine souveräne Leistung und hatte bei der Entscheidung für den Handelfmeter von Pavel Sulc keinerlei Probleme. Ihre Leistung war von Klarheit und Entschlossenheit geprägt, was die Spannung des Spiels kaum beeinflusste.
Vor dem Spiel hatte es in der Heimat Kritik an Patrik Schick gegeben, der im ersten Spiel blass blieb und kaum Wirkung zeigte. Trotzdem schenkten ihm seine Mitspieler ihr vollstes Vertrauen. „Wir müssen ihn einfach in die bestmöglichen Positionen bringen und ihm helfen“, erklärte Kapitän Ladislav Krejci. Der Leverkusener sei ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft.
Tschechien startet furios, geht früh in Führung – und lässt die Chance vertun. Nach nur 45 Sekunden hatte Schick bereits eine Kopfballchance im Fünfer, die er jedoch völlig vergeben ließ. Sadilek profitierte nach einem schnellen Einwurf und einer perfekten direkten Ablage von Sojka und brachte die Tschechen in Führung. Doch die anfängliche Dominanz konnte nicht aufrechterhalten werden. Erst nach einer Viertelstunde geriet Südafrika besser ins Spiel.
Die zweite Halbzeit verlief ähnlich ereignislos. Chancen auf beiden Seiten wurden vergeben, doch die Tore blieben aus. Südafrika kämpfte, fand aber kaum Mittel, um die tschechische Abwehr zu knacken. Ein Elfmeter musste schließlich zur Rettung herhalten. Die Uhr tickte, und mit ihr die Hoffnung der Tschechen auf ein Weiterkommen.
Die Leistung von Schick bleibt weiterhin ein Rätsel. Seine mangelnde Präsenz im Spiel ist besorgniserregend, und es bleibt abzuwarten, ob er gegen Mexiko seine Form wiederfinden kann. Denn eines ist klar: Tschechien braucht seine besten Spieler in Topform, wenn es am Ende doch noch weiterkommen will. Die nächste Partie gegen Mexiko wird eine Zitterpartie.
