Schock in teneriffa: bcl-traum platzt erneut!

Die Gesichter waren voller Enttäuschung, die Stimmen brüchig: La Laguna Tenerife muss sich erneut mit dem Verpassen des Finales der Basketball Champions League (BCL) abfinden. Nach dem bitteren 69:87 gegen Rytas Vilnius in Badalona ist der Traum von der europäischen Spitze geplatzt – zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren.

Jerrick harding im hexenkessel

Jerrick harding im hexenkessel

Die litauischen Fans hatten den Heimvorteil auf ihrer Seite und schufen eine atemberaubende Atmosphäre im Palau d'Esports Badalona. Doch es war nicht nur die Unterstützung des Publikums, die Rytas zum Sieg führte. Jerrick Harding, der zweitbeste Scorer des Turniers, präsentierte eine Leistung für die Geschichtsbücher und wurde zur unlösbaren Aufgabe für die Verteidigung der Kanarier.

Marcelinho Huertas, der erfahrene Spielmacher von Tenerife, kämpfte mit 21 Punkten und einer grandiosen Leistung, wurde jedoch von der Dominanz der Litauer überlagert. Die Ovationen des Publikums für seine lange und erfolgreiche Karriere konnten die bittere Realität nicht trösten.

Ein schwacher Start, eine verkorkste zweite Halbzeit

Die Partie begann ausgeglichen, doch Rytas übernahm schnell die Kontrolle. Die anfänglichen Unsicherheiten im Spiel von La Laguna Tenerife ermöglichten es den Litauern, sich einen Vorsprung zu erarbeiten. Harding erhöhte den Druck, während Shermadini als einziger Akteur bei den Kanaren traf. Txus Vidorreta versuchte mit häufigen Wechseln, die frische Kräfte zu bringen, doch die litauische Mannschaft ließ nicht locker.

Die zweite Halbzeit bestätigte den negativen Trend. Tenerife geriet ins Stocken, die Würfe fanden kaum ihren Weg ins Netz, während Vilnius mit schnellen Gegenangriffen und präzisen Würfen davonziehen konnte. Die Nervosität war greifbar, und die Hoffnung auf eine Wende schwand zusehends.

Huertas' Kampf vergeblich

Marcelinho Huertas kämpfte bis zum Schluss und zeigte eine beeindruckende Leistung, doch er konnte die Überlegenheit von Rytas nicht verhindern. Seine 21 Punkte waren zwar die höchste Ausbeute der Kanarier, reichten aber nicht aus, um das Ruder herumzureißen. Eine technische Foule gegen Huertas setzte dem Traum von der Finalteilnahme noch den finalen Punkt auf.

Rytas Vilnius kann nun optimistisch in die Finalspiele blicken, in denen sie entweder Unicaja oder AEK Athen herausfordern werden. Für La Laguna Tenerife hingegen bleibt die bittere Erkenntnis, dass erneut ein großer Traum geplatzt ist. Die Enttäuschung ist groß, doch der Blick gilt bereits der nächsten Saison, in der man versuchen wird, den verpassten Traum wieder einzufangen. Das Team von Vidorreta muss nun analysieren, wo es in dieser Saison versagt hat, und sich zielstrebig auf die kommende Herausforderung vorbereiten.