Schock in santa clara: schweiz verpatzt wm-auftakt!

Die Fußball-Welt staunte nicht schlecht: Die Schweiz, als vermeintlicher Favorit, patzte am ersten Spieltag der WM 2026 gegen den krassen Außenseiter Katar. Ein Last-Minute-Treffer der Katariäre besiegelte die bittere 1:1-Remis und warf lange Schatten auf die bisherigen Erwartungen an das Schweizer Team.

Xhaka schimpft: „realität muss endlich reifen!“

Granit Xhaka, der Kapitän der Nati, ließ seiner Enttäuschung freien Lauf. Der frühere Leverkusener forderte von seinen Mitspielern eine deutliche Ernüchterung: „Wir müssen viele Sachen ändern!“, polterte er nach dem Spiel. Der vermeintliche Höhenflug über US-amerikanischem Boden zerplatzte damit früh. Besonders die fehlende Disziplin wurde vom Routinier anprangert: „Es hatte definitiv auch mit Disziplin zu tun. Man muss auch einmal akzeptieren, was der Trainer sagt.“ Die Worte des Kapitäns klangen nach einem Weckruf – ob er rechtzeitig ankommt, bleibt abzuwarten.

Die „Katarstrophe“, wie einige Schweizer Zeitungen das Ergebnis nannten, wirft nun Fragen auf. Es ist ein bitterer Einblick in die aktuelle Verfassung der Mannschaft, die sich vor dem Turnier so euphorisch präsentiert hatte. Die Fans, die ihre Hoffnungen in eine erfolgreiche WM-Beteiligung steckten, müssen sich nun mit der harten Realität auseinandersetzen. Die Tatsache, dass Katar seinen ersten Punkt in der WM-Geschichte feiern durfte, unterstrich die Überraschung zusätzlich.

Chancenverwertung und katastrophale abwehrarbeit

Chancenverwertung und katastrophale abwehrarbeit

Das Team von Trainer Murat Yakin vergab im San Francisco Bay Area Stadium reihenweise hochkarätige Torchancen. Lediglich Breel Embolo gelang es im Anschluss an einen Foulelfmeter, den Ball im katarischen Netz zu versenken (17.). Doch die Schweizer Ineffizienz wurde gnadenlos bestraft. In der Nachspielzeit (90.+4) gelang Boualem Khoukhi der Ausgleichstreffer, der die Schweizer in die Schockstarre versetzte. „Wenn man die Tore nicht macht, bekommt man sie“, fasste Xhaka die bittere Lehre zusammen.

Schon die Generalprobe gegen Australien (1:1) hatte Xhaka öffentlich kritisiert, doch offenbar ohne nachhaltige Wirkung. Die Schweiz steht nun frühzeitig unter Druck, besonders im Hinblick auf das anstehende Duell mit Bosnien-Herzegowina. Bei der letzten WM war die Reise der Nati nach einer deutlichen Niederlage gegen Portugal im Achtelfinale abrupt beendet worden. Kann sich das Team nun wieder aufrappeln und zeigen, dass es zu mehr bereit ist?

Die Aufgabe ist klar: Xhaka und seine Kollegen müssen am Donnerstag gegen Bosnien-Herzegowina (ab 21 Uhr im LIVETICKER) eine deutliche Leistungssteigerung zeigen. Sonst könnte die WM für die Schweiz schon nach dem zweiten Spiel vorbei sein. Die Hoffnung stirbt jedoch zuletzt, und es liegt an der Mannschaft, die Lehren aus diesem frühen Stolperstein zu ziehen und den eingeschlagenen Kurs zu korrigieren. Denn eines ist gewiss: Die WM ist lang, und es gibt noch ausreichend Möglichkeiten, den Fehlstart wettzumachen – aber die Zeit drängt.