Schock in milwaukee: doc rivers verlässt bucks nach enttäuschender saison
Die Milwaukee Bucks stehen vor einem Neuanfang. Nach einer Saison ohne Trendwende und nur 32 Siegen bei 50 Niederlagen deutet Cheftrainer Doc Rivers seinen Abschied an, wie US-Medien unisono berichten. Ein offizielles Statement der Franchise folgt voraussichtlich in Kürze.

Ein abschied mit vorgeschmack
„Wir sind uns alle einig, dass wir das ziemlich schnell veröffentlichen wollen“, erklärte Rivers bei der Pressekonferenz, was die Spekulationen um sein Aus weiter anheizte. Seine Worte klangen wie ein Abschied, wenn auch formuliert, um die Details zu verschieben. Es scheint, als sei die Entscheidung bereits gefallen.
Die Verpflichtung von Doc Rivers im Jahr 2024 sollte frischen Wind in die Bucks-Mannschaft bringen. Nach dem Gewinn der NBA-Meisterschaft 2021 mit Giannis Antetokounmpo, der damals seinen zweiten MVP-Titel in Serie feierte, hofften die Verantwortlichen auf eine Fortsetzung des Erfolgs. Doch unter Rivers gelang es nicht, die Dominanz zu halten. Zwei Erstrunden-Knockouts in den Playoffs folgten, und in dieser Saison verpasste Milwaukee gar die Qualifikation für die Endrunde – ein bitterer Rückschlag.
Rivers‘ Bilanz ist beeindruckend, aber in Milwaukee fehlte die Konstanz. Seine Karriere umfasst 27 Spielzeiten, in denen er mehr als 1190 Partien gewonnen hat – eine Leistung, die nur noch fünf weitere Trainer vor ihm vollbracht haben. Die Aufnahme in die Basketball Hall of Fame steht dieses Jahr an, was die Tragweite seiner Karriere unterstreicht. Dennoch bleibt der Eindruck, dass seine Zeit in Milwaukee zu früh endete.
Die Frage, wer nun die Nachfolge von Doc Rivers antreten wird, beschäftigt die Fans und Experten gleichermaßen. Die Suche nach einem Coach, der das Potenzial des Teams freisetzen und Giannis Antetokounmpo optimal unterstützen kann, wird eine zentrale Aufgabe für die Bucks-Verantwortlichen sein. Die kommende Saison wird zeigen, ob der Neustart den erhofften Erfolg bringt.
