Schock in london: tischtennis-männer verpassen medaille!

Die deutsche Tischtennis-Nationalmannschaft steht vor einem Scherbenhaufen. Beim Weltmeisterschaftskampf in London ist der Traum von der Medaille geplatzt – und das zum dritten Mal in Folge. Nach den Enttäuschungen in Busan und Paris müssen sich die deutschen Herren auch in London mit einem blamablen Ausscheiden im Viertelfinale zufrieden geben.

Die harimoto-show und deutsche schwäche

Die harimoto-show und deutsche schwäche

Das japanische Team, angeführt vom jungen Wunderkind Tomokazu Harimoto, präsentierte eine beeindruckende Vorstellung. Bundestrainer Jörg Roßkopf sah sich gezwungen, die Dominanz des Gegners anzuerkennen. Die deutsche Auswahl, die sich in den letzten Jahren immer auf internationale Erfolge verlassen konnte, fand kein Gegenmittel gegen die japanische Spielweise. Die Niederlage mit 1:3 im Viertelfinale wirft Fragen auf und verdeutlicht die Diskrepanz im Leistungsniveau.

Benedikt Duda war gegen Harimoto ohne Chance. Die Partie endete mit einem klaren 0:3 – eine Demonstration japanischer Überlegenheit. Auch Dang Qiu konnte im Duell mit Sora Matsushima nicht mithalten, obwohl er mit einem vielversprechenden Satzgewinn begann. Letztlich setzte sich die japanische Routine und Nervenstärke durch.

Ein Lichtblick im trüben Nebel: Patrick Franziska gelang es, zumindest einen Sieg für Deutschland zu erringen. Sein 3:1 gegen Shunsuke Togami hielt den K.o. zunächst fern, doch am Ende war es nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Qiu verpasste die Chance, den Spielstand auszugleichen, als er gegen Harimoto mehrere Satzbälle ungenutzt ließ. Die mentale Stärke Japans war der entscheidende Faktor – ein „Tick“ stärker, wie Franziska selbst anmerkte.

Die Damen des DTTB um die junge Sabine Winter haben am Abend noch die Chance, das Blatt zu wenden. Ein Sieg gegen Hongkong würde nicht nur die vierte Teammedaille in der Nachkriegsgeschichte bedeuten, sondern auch ein wenig Trost spenden angesichts des Debakels der Herren.

Die Abwesenheit einer Medaille bei drei Weltmeisterschaften in Folge ist ein Alarmsignal für den Deutschen Tischtennis-Bund. Es bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen die richtigen Schlüsse aus dieser Enttäuschung ziehen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die deutsche Tischtennis-Elite wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Die jüngste Generation muss nun zeigen, dass sie den Ansprüchen gewachsen ist.