Schock in leipzig: seitz schmeißt vor dem 3. liga-ansturm hin!
Der 1. FC Lok Leipzig steht vor einem Trainerwechsel der besonderen Art. Nur wenige Tage nach dem verpassten Aufstieg in die 3. Liga gegen die Würzburger Kickers hat Jochen Seitz (48) überraschend seinen Rücktritt erklärt – obwohl ein Vertrag bis zum 1. Juli bereits feststand. Ein Nackenschlag für die Anhänger des Traditionsklubs, die sich seit Jahren nach dem Sprung in höhere Spielklassen sehnen.

Die enttäuschung der relegation nagte am coach
Die Entscheidung des Trainers, wie der Verein am Dienstag bekannt gab, kommt unerwartet. Seitz hatte die Leipziger in den vergangenen zwei Jahren jeweils zur Meisterschaft in der Regionalliga Nordost geführt, doch in der Relegation scheiterte Lok beide Male. Zuerst gegen Havelse im Jahr 2023, nun gegen Würzburg. Offenbar war die wiederholte Enttäuschung zu viel für den erfahrenen Coach. Die genauen Gründe für seinen Rückzug will Seitz in den kommenden Tagen über die Vereinsmedien erläutern. Eine Pressekonferenz am Mittwoch, an der der Trainer selbst allerdings nicht teilnehmen wird, soll weitere Klarheit schaffen.
Der Verein drückt seine Dankbarkeit aus. Trotz des abrupten Endes überwiegt beim 1. FC Lok Leipzig die Wertschätzung für Seitz' Engagement. Neben den beiden Meisterschaften und dem Gewinn des Sachsenpokals 2025 wurde auch der bemerkenswerte DFB-Pokal-Auftritt gegen Schalke 04 hervorgehoben. „Und danken möchten wir auch für Deine Offenheit und Menschlichkeit, die Du für jeden im Verein ein gutes Wort und ein offenes Ohr hattest! Wir wünschen Dir für Deine persönliche Zukunft von allem nur das Beste“, so die offizielle Mitteilung des Klubs.
Mit Seitz verlässt eine prägende Figur den Verein. Der Traditionsklub steht nun vor einem personellen Neustart auf der Trainerbank. Parallel dazu laufen bereits die Vorbereitungen für den nächsten Angriff auf die 3. Liga. Doch der Abgang des Trainers wirft einen langen Schatten über die Ambitionen des Clubs. Die Frage, wer Seitz' Nachfolge antritt und ob der Traum vom Aufstieg damit geplatzt ist, bleibt vorerst unbeantwortet.
Die Faszination für den 1. FC Lok Leipzig und die Leidenschaft seiner Fans sind ungebrochen. Doch der Weg in die 3. Liga scheint weiterhin ein steiniger zu sein. Die nächste Saison wird zeigen, ob der Verein seine Ziele erreichen kann – ohne den Mann, der den Grundstein dafür gelegt hat. Ob Seitz nun eine Auszeit nimmt oder eine neue Herausforderung sucht, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Der Abschied von Jochen Seitz markiert das Ende einer Ära im Schatten des Zentralstadions.