Schock in kiel: jicha packt koffer nach 16 jahren!
THW Kiel hat sich von einem seiner prägendsten Figuren getrennt: Nach 16 Jahren und 33 Titeln verlässt Filip Jicha den Handball-Bundesligisten als Trainer. Die Nachricht, die am Montag wie ein Blitz einschlug, hat die Handball-Szene nachhaltig überrascht.

Enttäuschung und dankbarkeit in jichas abschiedsworten
Der ehemalige Rekordspieler und spätere Coach reagierte prompt auf die Entscheidung mit einem emotionalen Statement auf seinem Instagram-Account. „Hallo, liebe THW-Familie…“, begann Jicha, der sich sichtlich schwer tat, die Nachricht zu verkünden. Er betonte seine Enttäuschung über den Zeitpunkt, ließ aber offen, welche konkreten Gründe hinter der Trennung stecken. „Über das Warum mag man spekulieren, aber ich mache hier einen Punkt.“
Jicha hatte sich offenbar noch einiges anders vorgestellt. Er sprach von der Hoffnung, mit dem neu formierten Team, das er über zwei Jahre hinweg intensiv aufgebaut hatte und dessen Rückkehr verletzter Spieler er mitgestaltet hatte, in der kommenden Saison wieder an die Spitze zu gelangen. Ein Plan, der nun geplatzt ist. „Dem ist nun nicht so und ich akzeptiere es.“
Acht Jahre als Spieler, acht Jahre als Trainer – Jicha prägte den THW Kiel maßgeblich. Seine Verbundenheit zum Verein und zur Stadt ist unbestritten. „Meiner Familie und mir ist es wichtig, Euch allen in der Ostseehalle Tschüss zu sagen… Der THW war 16 Jahre mein, unser Verein und wird es im Herzen immer bleiben.“
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 33 Titel, die Jicha mit dem THW feierte, machen ihn zum erfolgreichsten Spieler und Trainer der Vereinsgeschichte. „Als erfolgreichstes Zebra aller Zeiten – davon konnte ich niemals träumen und ich bin sehr dankbar dafür.“
Doch die emotionale Achterbahnfahrt ist noch nicht zu Ende. Jicha wandte sich direkt an seine Mannschaft und bedankte sich für deren Einsatz. „Danke Euch, dass ihr immer alles geben wolltet.“ Er wünschte ihnen Erfolg und persönliche Entwicklung.
Nach einer Phase der Erholung und Weiterbildung blickt Jicha optimistisch in die Zukunft. „Ich werde in der nächsten Zeit versuchen, Kraft zu tanken… aber ich werde die Zeit nutzen, mich weiterbilden und mich auf neue Aufgaben vorbereiten. Ich freue mich!“
Während Jicha seine Zukunft plant, kursieren bereits Gerüchte über seinen Nachfolger. Ex-Kieler Börge Lund, aktuell Trainer in Elverum, soll ein heißer Kandidat sein. Ob dieser Wechsel tatsächlich zustande kommt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der THW Kiel steht vor einer neuen Ära, ohne den prägenden Filip Jicha an der Seitenlinie.
