Schock in der nba: spurs stoppen thunder-titelverteidigung!
Oklahoma City – Die Thunder haben in den NBA Playoffs dramatisch die Segel streichen müssen. Vor heimischer Kulisse unterlagen sie den San Antonio Spurs mit 103:111 und verpassten damit die Finalserie. Ein bitterer Rückschlag für den Titelverteidiger, der nun von der erfolgreichen Titelverteidigung träumen muss – zumindest fürs nächste Jahr.
Wembanyama führt spurs sensationell ins finale
Die Spurs, die seit 2014 nicht mehr in den NBA-Finals vertreten waren, präsentierten sich als wahre Überraschungsmannschaft. Angeführt vom sensationellen Victor Wembanyama, der mit 22 Punkten und sieben Rebounds glänzte, demonstrierten sie eine beeindruckende Teamleistung. Die Entscheidung fiel im Schlussviertel, als die Spurs mit einer Serie von sechs erfolgreichen Angriffen eine komfortable Führung herausspielten, die Oklahoma City nicht mehr kontern konnte.
Julian Champagnie steuerte mit 20 Punkten und sechs erfolgreichen Dreiern zur Spurs-Offensive bei. „Wir hatten ein gutes Team, ein großartiges Team“, erklärte Champagnie nach dem Spiel. „Wir kommen hier raus und spielen zusammen. Mit einem Spieler wie Wembanyama ist eben viel möglich.“

Hartenstein unauffällig, gilgeous-alexander kämpft
Für Oklahoma City war der Abend von einer kämpferischen Leistung Shai Gilgeous-Alexander geprägt, der mit 35 Punkten gegen die drohende Niederlage kämpfte. Der deutsche Nationalspieler Isaiah Hartenstein blieb mit lediglich sieben Punkten unauffällig. Seine Rolle in dieser Saison war zweifellos bedeutend, doch gegen die starke Spurs-Defense fand er heute kaum Gelegenheiten, sein Können unter Beweis zu stellen.
Die Thunder scheitern damit an der Wiederholung des Erfolgs des Vorjahres. Seit den Golden State Warriors im Jahr 2018 hat es kein Team mehr geschafft, den Meistertitel zweimal in Folge zu erringen. Die Spurs hingegen treffen ab Mittwoch auf die New York Knicks, die ebenfalls eine lange Durststrecke beenden und erstmals seit 1999 wieder um die Meisterschaft kämpfen. Das Finale verspricht ein spannungsgeladenes Duell zweier Mannschaften zu werden, die sich nach langer Zeit wieder in den höchsten Sphären des Basketballs behaupten können.
Wembanyama, der nach dem Spiel sichtlich überwältigt wirkte, ließ jedoch keine Zweifel an den Ambitionen seines Teams aufkommen: „Auch wenn wir noch hungrig auf einen weiteren Titel sind, dieses Gefühl ist unbeschreiblich – es ist so stark. Wir wollen noch vier weitere. Wir sind noch nicht fertig!“ Die Spurs haben bewiesen, dass mit Teamgeist und dem nötigen Quäntchen Glück auch der Underdog den Titel holen kann.
