Schock in der fußballwelt: staatsanwalt wechselt in europäische spitze!

Rom – Die italienische Fußballszene ist erschüttert: Maurizio Ascione, der leitende Staatsanwalt im umstrittenen Ermittlungsverfahren gegen Schiedsrichter, wird sich ab sofort neuen Aufgaben widmen. Ein Wechsel, der die weitere Entwicklung des Falles um Gianluca Rocchi und weitere Funktionäre der italienischen Schiedsrichtervereinigung maßgeblich beeinflussen könnte.

Ascione übernimmt schlüsselrolle in der europäischen staatsanwaltschaft

Ascione übernimmt schlüsselrolle in der europäischen staatsanwaltschaft

Wenige Wochen zuvor wurde Ascione vom Consiglio Superiore della Magistratura (CSM) einstimmig als neuer Delegierter der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) für Rom ausgewählt. Er hatte sich in einem strengen Auswahlverfahren als bester Kandidat durchgesetzt und wird nun in der europäischen Hauptstadt tätig sein. Dieser Wechsel bedeutet, dass er im Falle eines Gerichtsverfahrens im Schiedsrichter-Skandal nicht mehr als Staatsanwalt agieren wird. Ein Glücksfall für die Angeklagten, so manche Experten.

Ascione war seit März 2012 in Mailand im Einsatz, wo er sich insbesondere auf die Bekämpfung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität spezialisiert hatte. Seine Expertise in diesem Bereich, die ihm auch in der Zusammenarbeit mit der Direktion gegen organisierte Kriminalität zugute kam, macht seinen Wechsel zur EPPO umso logischer. Doch die Frage bleibt: Wer wird nun die Staatsanwaltschaft im Schiedsrichter-Skandal vertreten?

Die Ermittlungen hatten im vergangenen Herbst für Aufsehen gesorgt, als bekannt wurde, dass der designierte Schiedsrichter-Boss Rocchi und weitere hochrangige Funktionäre im Verdacht stehen, das Schiedsrichterwesen zu manipulieren. Die Vorwürfe reichen von Vetternwirtschaft bis hin zu unzulässiger Einflussnahme auf Schiedsrichterentscheidungen. Die Serie A steht damit vor einer Zerreißprobe.

Die Entscheidung des CSM, Ascione für die EPPO abzustellen, wirft nun Fragen nach der weiteren Verfolgung des Falles auf. Die italienische Fußballöffentlichkeit ist gespannt, wer die Nachfolge von Ascione antreten wird und ob die Ermittlungen mit der gleichen Konsequenz fortgesetzt werden. Die Affäre wirft einen dunklen Schatten auf den Ruf des italienischen Fußballs und unterstreicht die Notwendigkeit einer umfassenden Reform des Schiedsrichterwesens.

Die Gazzetta dello Sport veröffentlichte zudem Prognosen für die Serie A, generiert durch ihre eigene KI-Technologie, und zeigte ein Video mit dem ehemaligen Schiedsrichter Ulivieri, der Rocchis Rücktritt als „moralische Entscheidung“ lobte. Die Kontroverse hält Italien im Fußball-Fieber.