Schock in bolivien: rally-pilot bei tragödie ums leben!
Ein Schock geht
durch die Motorsportwelt: Der bolivianische Rallye-Pilot José Pedro Rojas wurde bei einem Überfall im Rahmen des Rally Nueva Santa Cruz in Warnes getötet. Die Bluttat wirft ein düsteres Licht auf den ohnehin turbulenten Motorsport in Bolivien und wirft Fragen nach der Sicherheit der Teilnehmer auf.
Ein tödlicher überfall im parc fermé
Die Ereignisse überschlugen sich am gestrigen Nachmittag, als Rojas mit seinem CanAm X3, Startnummer 11 in der SxS-Klasse, in den Parc Fermé einfuhr. Augenzeugen berichten von einem maskierten Angreifer, der sich dem Fahrzeug näherte und auf Rojas 15 Schüsse abgab. Acht Projektile trafen den 28-Jährigen tödlich, wie die anschließende Obduktion ergab. Sein Copilot wurde ebenfalls getroffen und befindet sich in kritischem Zustand.
Die Polizei hat umgehend mit den Ermittlungen begonnen, der Täter ist jedoch bislang flüchtig. Die Tatwaffe konnte noch nicht gefunden werden. Die Behörden scheinen bereits eine mögliche Verbindung zum Drogenhandel zu vermuten, da Rojas laut ersten Ermittlungen mit der Organisation „Marset“ in Verbindung stand, die nach dem uruguayischen Drogenhändler Sebastián Marset benannt ist, der erst kürzlich festgenommen wurde. Es deutet vieles auf eine Abrechnung hin – ein Szenario, das in Bolivien leider keine Seltenheit ist.
Die Tragweite der Tat geht jedoch über die sportliche Dimension hinaus. Rojas war nicht nur ein erfolgreicher Rallye-Pilot, sondern auch Flugzeugpilot und hatte erst kürzlich zwei weitere Rallye-Fahrzeuge, einen Citröen C3 und einen Skoda Fabia, erworben – eine Investition von beträchtlichem Wert. Die Frage, wer ein solches Interesse an seinem Tod hatte, beschäftigt nun die Ermittler.
Die Organisatoren des Rally Nueva Santa Cruz entschieden sich aufgrund der Schreckensmeldung unmittelbar nach Bekanntwerden der Tat, die Veranstaltung abzubrechen. Ein trauriger Tag für den bolivianischen Motorsport, der nun mit den Konsequenzen einer brutalen Gewalttat leben muss. Die Ermittlungen zur Aufklärung des Mordes dauern an, die Motorsport-Community trauert um einen talentierten Piloten und hofft auf eine schnelle Aufklärung des Falles. Doch eines ist klar: Die Sicherheit der Teilnehmer bei solchen Veranstaltungen muss künftig gewährleistet werden, um solche Tragödien zu verhindern.
