Schock für nürnberg: club verpasst big points im abstiegskampf!
Ein bitterer Schlag für den 1. FC Nürnberg im Kampf um den Klassenerhalt: Die Clubfrauen verloren am Mittwochabend vor heimischer Kulisse gegen den Hamburger SV mit 0:1. Ein Punktverlust, der die Lage im Abstiegskampf der Frauen-Bundesliga deutlich verkompliziert.

Intensive partie endet mit hsv-sieg
Das Duell war von Anfang an von großer Bedeutung geprägt. Luisa Guttenberger, Kapitänin des FCN, hatte vor dem Spiel klar betont, wie wichtig jeder Punkt im direkten Vergleich sei. Der Blick nach unten war unübersehbar, denn auch die Konkurrenz – SGS Essen und Carl Zeiss Jena – waren ebenfalls in Abstiegsgefahr. Ein Sieg hätte den Nürnbergerinnen nicht nur einen wichtigen Schritt in Richtung Rettung ermöglicht, sondern auch die Ausgangslage vor dem direkten Aufeinandertreffen der Konkurrenten verbessern können.
Der Start ins Spiel deutete auf eine motivierte Heimmannschaft hin. Aneta Polaskova ließ die HSV-Keeperin Lea Paulick bereits früh stolpern. Doch nach einem frühen Wechsel bei den Gästen kehrte das Momentum um. Melina Krüger präsentierte sich als treibende Kraft im Hamburger Spiel, scheiterte zunächst knapp am Tor, bevor sie im Fünfmeterraum per Kopfball erneut Gefahr heraufbeschwor – Lourdes Romero, die FCN-Torhüterin, war jedoch zur Stelle. Der Frust über den fehlenden Pfiff der Schiedsrichterin führte zu einer unglücklichen Situation: Romero schubste sowohl Romero als auch eine Abwehrkollegin, was ihr von Selina Menzel die Gelbe Karte einbrachte.
Die Defensive des FCN wies deutliche Schwächen auf, die Annaleen Böhler eiskalt nutzte. Nach einer Ecke stieg sie ungedeckt hoch und köpfte den Ball gegen die Laufrichtung der Keeperin ins Netz (56.). Ein Gegentreffer, der die Nürnbergerinnen zusätzlich unter Druck setzte.
Obwohl Thomas Oostendorp, der FCN-Coach, mit der Einwechslung von Meret Günster versuchte, neue Impulse zu setzen, blieb das Aufbauspiel unsauber und die Gastgeberinnen leisteten sich zu viele Ballverluste. Günster bot zwar kurzzeitig einen Lichtblick, doch ihr Abschluss wurde geblockt. Die gezeigte Leistung reichte am Ende bei Weitem nicht aus, um den Hamburger SV abzufangen.
Die Niederlage bedeutet einen herben Rückschlag im Abstiegskampf. Doch die Hoffnung ist noch nicht gänzlich geschwunden. Am vorletzten Spieltag empfangen die Nürnbergerinnen ihre direkten Konkurrentinnen aus Essen. Dieses Spiel könnte den entscheidenden Ausschlag im Kampf um den Klassenerhalt geben. Die Tabelle lügt nicht, aber sie ist noch nicht in Stein gemeißelt. Der Druck ist hoch, die Aufgabe ist klar: Es gilt, am vorletzten Spieltag alles zu geben.
