Schock für die dfb-frauen: freigang muss vorerst zusehen!
Ein bitterer Tag für Eintracht Frankfurt und den deutschen Frauenfußball: Kapitänin Laura Freigang steht vor den entscheidenden WM-Qualifikationsspielen überraschend nicht im DFB-Aufgebot. Bundestrainer Christian Wück ließ die Tür zwar einen Spaltbreit offen, doch die Botschaft ist klar: Die Stürmerin muss sich erst wieder empfehlen.

Ein umdenken im angriff der nationalmannschaft
Die Entscheidung Wücks wirft einen langen Schatten. Freigang, eine feste Größe im DFB-Team seit Jahren, wurde lediglich auf Abruf nominiert. Der Bundestrainer begründete dies mit ihrer fehlenden Spielzeit bei Eintracht Frankfurt und dem Aufstieg neuer, hungriger Spielerinnen. „Wir haben im Moment auf der Zehn eine Jule Brand, eine Linda Dallmann, eine Larissa Mühlhaus neu dabei, die alle im offensiven Mittelfeld spielen können“, erklärte Wück auf der Pressekonferenz. Die Konkurrenz im DFB-Team ist also größer denn je.
Die 44-fache Nationalspielerin, die in ihrer Karriere 17 Tore erzielte, hatte bei den letzten Turnieren zwar immer dabei gewesen, aber nur wenig Einsatzzeit erhalten. Das spricht Bände über die veränderte Dynamik im Team. Die DFB-Frauen gehen als Tabellenführer in die wichtigen Spiele gegen Norwegen und Slowenien, und Wück scheint bereit zu sein, neue Wege zu gehen, um das Ticket für Brasilien 2027 zu sichern.
Doch Wück ließ auch einen Hoffnungsschimmer für Freigang aufleuchten: „Das Fenster ist nicht zu“, betonte er. „Man kann ihr vom Fußballerischen her nichts vorwerfen. Sie weiß auch, dass sie über gute Leistungen in der neuen Saison wieder eingeladen werden kann.“ Es liegt nun an Freigang, sich zurückzukämpfen und zu zeigen, dass sie weiterhin eine wichtige Stütze für die Nationalmannschaft sein kann.
Neben Freigangs Ausfall fällt auch Stürmerin Nicole Anyomi wegen einer Oberschenkelverletzung aus. Ein weiterer Rückschlag für den Angriff der DFB-Frauen vor den entscheidenden Spielen.
