Schock für den deutschen rugby-bund: kuhlmann tritt nach abstieg zurück

Ein überraschender Rücktritt erschüttert den deutschen Rugby-Sport: Mark Kuhlmann hat seine Position als Bundestrainer der deutschen 15er-Nationalmannschaft niedergelegt. Der Verband Rugby Deutschland bestätigte den Schritt am Mittwoch, der im Nachgang zum Abstieg aus der Europameisterschaft erfolgt.

Ein abschied mit vorbehalt: fokus auf das privatleben

Die offizielle Begründung des Verbands klingt formal: Kuhlmann habe seinen Fokus verstärkt auf den privaten Bereich richten wollen. Doch die Wahrheit dürfte komplexer sein. Bereits während der Saison hatte der Trainer angedeutet, dass der zeitaufwendige Job als Nationaltrainer ihm zu viel abverlange. Die Entscheidung sei dem Verband zufolge nicht direkt eine Folge des sportlichen Misserfolgs, was die Situation umso brisanter macht.

Jürgen Schlicksupp, Vizepräsident Leistungssport bei Rugby Deutschland, würdigte Kuhlmanns Engagement: „Mark Kuhlmann hat in einer schwierigen Phase des deutschen Rugbys Verantwortung übernommen. Er hat als Nationaltrainer die Schwarzen Adler mit viel Leidenschaft und beispiellosem Engagement geführt.“ Diese Worte klingen wie ein versuchter Trost, angesichts der nunmehrigen Konsequenzen.

Die bittere wahrheit des abstieg

Die bittere wahrheit des abstieg

Unter Kuhlmanns Führung hatte die deutsche Auswahl zwar einen vielversprechenden Start in die Europameisterschaft hingelegt – ein überraschender Sieg gegen Rumänien ließ kurzzeitig Hoffnungen aufkommen. Doch am Ende war die Enttäuschung groß. Der Abstieg aus der höchsten Spielklasse bedeutet für die Schwarzen Adler eine Zäsur: Im kommenden Jahr müssen sie in der zweitklassigen Europe Trophy antreten. Eine Situation, die den deutschen Rugby-Sport vor neue Herausforderungen stellt.

Kuhlmann übernahm die Aufgabe zunächst interimsweise 2019 und wurde 2020 zum festen Bundestrainer ernannt. Seine Zeit an der Spitze war geprägt von Höhen und Tiefen, doch sein Einsatz war unbestreitbar. Die Suche nach einem Nachfolger beginnt nun in vollem Gange. Die Frage ist, wer die Aufgabe übernehmen wird, um das Team wieder in die Erfolgsspur zu führen und den Abstieg schnellstmöglich wieder wettzumachen. Die kommenden Tage werden zeigen, welche Richtung Rugby Deutschland einschlagen wird.