Schmerzliches finale: spanien demütigt deutschland in wien!

Wien, 29. Juni 2008 – Ein Tag, der in der deutschen Fußballgeschichte als schwarzer Tag in Erinnerung bleiben wird. Im EM-Finale in Wien unterlag die deutsche Nationalmannschaft Spanien mit 0:1. Eine bittere Niederlage, die den Traum vom ersten EM-Titel nach zwölf Jahren endgültig ausreichte.

Die fabel des spanischen ballbesitzes

Die Partie im Ernst-Happel-Stadion war von Anfang an von der Überlegenheit Spaniens geprägt. Die Iberer kontrollierten das Spielgeschehen durch präzisen Ballbesitz und schnelles Passspiel. Michael Ballack und seine Mitspieler wirkten oft bemüht, dem dominanten Spiel der Spanier Herr zu werden, doch die Bemühungen blieben weitgehend erfolglos. Fernando Torres erzielte in der 33. Minute den entscheidenden Treffer, der die deutsche Abwehr nicht mehr überwinden konnte.

Die Spanier hätten das Ergebnis ihrer Dominanz auch noch deutlich höher gestalten können. Xavi vergab in der 55. Minute eine Großchance, die das Ergebnis noch deutlicher hätte verdeutlichen können. Die deutsche Mannschaft wirkte zunehmend frustriert und fand kaum Mittel, um das Spiel zu wenden.

„Wir müssen heute die hohe Qualität der Spanier anerkennen“, gab Joachim Löw nach dem Spiel unumwunden zu. Seine Worte spiegelten die Ernüchterung wider, die im deutschen Lager herrschte. Jens Lehmann, der im Finale sein letztes Länderspiel bestritt, wirkte sichtlich enttäuscht. „Was hätten wir besser machen können?“, fragte er rhetorisch, bevor er hinzufügte: „Aber der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers.“

Ein wendepunkt für zwei nationen

Ein wendepunkt für zwei nationen

Trotz der schmerzlichen Niederlage darf die Leistung der deutschen Mannschaft bei dieser EM nicht vergessen werden. Nach dem Vorrunden-Aus 2004 und dem dritten Platz bei der Heim-WM 2006 kehrte das DFB-Team eindrucksvoll auf die Weltspitze zurück. Löw lobte seine Mannschaft überschwänglich: „Ein Riesenkompliment an die gesamte Mannschaft!“

Für Spanien markierte die EM 2008 den Beginn einer goldenen Ära. Der Gewinn des Weltmeistertitels 2010 und der Europameisterschaft 2012 festigten den Status als eine der erfolgreichsten Nationalmannschaften der Welt. Der Sieg in Wien war somit nicht nur ein Titelgewinn, sondern auch ein Symbol für den Aufstieg Spaniens zum Fußball-Supermacht.

Die Niederlage in Wien mag schmerzhaft gewesen sein, sie hinterließ aber auch eine Lektion für die deutsche Mannschaft. Ein Weckruf, der zur Neuausrichtung und schließlich zu weiteren Erfolgen führte. Denn der Sport ist unbarmherzig und kennt nur den Sieger – und den Verlierer.