Schlotterbeck-poker: kovac stellt abwehrchef vor die wand!
Borussia Dortmund bangt um seinen Leistungsträger Nico Schlotterbeck, und die Schlagzeilen überschlagen sich. Nach seinen jüngsten Aussagen zur Vertragssituation meldet sich nun BVB-Trainer Niko Kovac deutlich zu Wort – und verteidigt seinen Abwehrchef vehement. Der Streit um die Zukunft des Nationalspielers nimmt eine unerwartete Wendung.

Kehl-verweis sorgt für zusätzliche verwirrung
Schlotterbecks öffentliche Äußerungen, in denen er die bisherigen Verhandlungen mit Ex-Sportdirektor Sebastian Kehl in den Raum stellte, sorgten für erheblichen Aufruhr. „Jetzt hat sich die Situation ein bisschen verändert“, so der Verteidiger, was die Gemüter in Dortmund zusätzlich erhitzte. Kovac konterte auf Nachfrage der BILD: „Ich glaube nicht, dass Schlotti für Schlagzeilen gesorgt hat, sondern diejenigen, die es publiziert haben.“
Die Nennung Sebastian Kehls im Zusammenhang mit den Verhandlungen sei „unglücklich“ gewesen, so der BVB-Coach. „Dass jetzt der Name Sebastian Kehl gefallen ist, ist unglücklich gewesen. Man spricht ja mit dem BVB, dies wollte der Schlotti sagen.“ Es scheint, als ob die Situation komplexer ist, als zunächst angenommen.
Kovac lässt keinen Zweifel: „Schlotti hat das absolute Recht, es so auch klarzustellen. Man kann nicht irgendetwas behaupten, was nicht stimmt. Der Schlotti hat nichts falsch gemacht – er hat lediglich gesagt, dass etwas, was erklärt wurde, nicht der Wahrheit entspricht, sondern eine Lüge ist.“ Seine Verteidigung ist unmissverständlich und signalisiert klare Loyalität gegenüber seinem Spieler.
Der Druck auf Schlotterbeck wächst. Lothar Matthäus, Sky-Experte, mahnte zuletzt zu schnellem Handeln: „Es ist an der Zeit, eine Deadline zu setzen. Für Schlotterbeck und auch die Nationalmannschaft wird es wichtig sein, dass es vor der WM Klarheit gibt!“ Die Zeit drängt, denn die Weltmeisterschaft steht vor der Tür, und beide Seiten müssen sich bald festlegen.
Kovac sieht die Lage jedoch optimistisch. „Ich bin selbst sehr positiv, ich bleibe positiv – er ist ein richtig guter Spieler. Ein Spieler, den wir brauchen und den wir alle lieben. Ich persönlich auch.“ Die Hoffnung auf eine Vertragsverlängerung in Dortmund ist also noch nicht gänzlich geschwunden. Der Coach verspricht: „Wir werden alles tun, damit er bei uns bleibt.“
Die Frage, ob Schlotterbeck in Dortmund bleibt oder in die nächste Saison geht, wird die Fußballwelt noch einige Zeit beschäftigen. Ob Kovacs Optimismus auf fruchtbaren Boden fällt, bleibt abzuwarten. Die Verhandlungen werden sich sicherlich in den kommenden Wochen weiter zuspitzen.
