Schlotterbeck zieht die bremse – doch der bvb-deal kommt schneller als gedacht
Nico Schlotterbeck spielte sich gegen Stuttgart in den Kopf der Berichterstattung – und das nicht nur wegen seines Siegtors in der Nachspielzeit. Nachdem der Verteidiger am Montag noch ein Medien-Gerücht zertrümmerte, signalisiert er nun: Die Vertragsverlängerung rückt in greifbare Nähe.
„Dann stehe ich auch blöd da“ – warum schlotterbeck umschaltete
Der 26-Jährige hatte bei Sky interveniert, als die Meldung auftauchte, er unterschreibe noch diese Woche. Sein Dementi schlug Wellen. „Ich war sehr verwundert“, sagt er rückblickend. „Wenn ein Medium schreibt, dass ich diese Woche unterschreibe und ich unterschreibe dann nicht, stehe ich auch blöd da.“
Die Klarstellung war nötig, um nicht zwischen die Fronten von Klub, Beratern und Fans zu geraten. Doch hinter den Kulissen lief bereits die Gegenbewegung. Schlotterbeck traf sich mit Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und dem neuen Sportdirektor Ole Book. „Wir führen die Gespräche diese Woche weiter. Dann wird es, glaube ich, nicht mehr lange dauern, bis ich eine Entscheidung treffe“, sagt er nach dem 2:1 in Stuttgart.

Book wirbt – schlotterbeck hört hin
Ole Book, erst seit Tagen im Amt, nutzte die Länderspielpause, um sich ein Bild vom Abwehrchef zu machen. „Nico wirkte sehr offen und interessiert“, berichtet der 41-Jährige. „An sportlichen und fußballerischen Inhalten war er sehr interessiert.“ Für Book ist klar: „Das ist ein Teil des Ganzen, den sind wir angegangen. Alles andere werden wir in den nächsten Wochen sehen.“
Der Innenverteidiger kann sich „natürlich vorstellen, hierzubleiben“, betont aber: „Trotzdem müssen alle Gespräche funktionieren.“ Der BVB will dem Nationalspieler offenbar ein deutliches Gehaltsplus und eine längere Laufzeit bis 2028 oder 2029 offerieren. Die sportliche Perspektive spricht für einen Verbleib: Unter Niko Kovac ist Schlotterbeck gesetzt, die Defensive stabilisiert sich.

Zeitplan tickt – dortmund drängt
Die Verhandlungen sollen diese Woche konkret werden. Einen Termin für die Unterschrift nennt Schlotterbeck nicht, doch der Ton ist weich geworden. Nach dem öffentlichen Disput herrscht Konsens: Beide Seiten wollen, beide können – nur die Details müssen passen. Wer zuerst zieht, entscheidet über die letzten 100 Meter.
Die Fans jedenfalls feiern ihn lautstark, die Vereinsspitze atmet auf. Denn würde Schlotterbeck im Sommer 2026 ablösefrei gehen, wäre das ein Imageschaden, den der BVB sich nicht leisten kann. Die nächsten Tage zeigen, ob das Papier tatsächlich unterschrieben wird. Ein klarer Fall: Entweder Dortmund bindet jetzt seinen Abwehrchef – oder riskiert den nächsten Pokal-Anwärter auf dem Transfermarkt.
