Schlagabtausch auf dem platz und am spielfeldrand: fifa verschärft die regeln!

Die Fußballwelt steht Kopf: Nach den jüngsten Eskalationen rund um Gianluca Prestianni und dem turbulenten Afrika-Cup-Finale zückt die FIFA die Disziplinierungskeule. Profis, die sich während eines Streits mit Gegenspielern die Hand vor den Mund halten, droht ab sofort der rote Karton – eine Maßnahme, die die Debatte um Rassismus im Fußball neu entfacht.

Der prestianni-vorfall als katalysator

Auslöser für die drastische Änderung ist der Fall des Benfica-Talents Gianluca Prestianni, der im Champions-League-Duell gegen Real Madrid Vinicius Junior rassistisch beleidigt haben soll und sich daraufhin das Trikot vor den Mund hielt. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte bereits angekündigt, dass derartige Aktionen nicht toleriert werden. Seine Worte, „Es muss vermutet werden, dass ein Spieler etwas gesagt hat, das er nicht hätte sagen dürfen – sonst hätte er seinen Mund nicht bedecken müssen“, hallen noch nach. Die neue Regel soll ein klares Signal senden: Rassismus hat im Fußball keinen Platz.

Die IFAB, das International Football Association Board, reagierte prompt und verabschiedete die Regeländerung nach einer Sondersitzung in Vancouver. Ob diese nun auch in der Bundesliga oder der Champions League gilt, liegt in der Hand der jeweiligen Veranstalter. Es bleibt abzuwarten, wie rigoros die Klubs vorgehen werden.

Chaos beim afrika-cup: protest führt zur roten karte

Chaos beim afrika-cup: protest führt zur roten karte

Doch die Neuregelung betrifft nicht nur das Verhalten auf dem Spielfeld. Auch die Ereignisse beim Afrika-Cup-Finale zwischen Marokko und dem Senegal haben die FIFA zum Handeln veranlasst. Nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff hatten die senegalesischen Spieler aus Protest das Spielfeld verlassen, was zu einer längeren Unterbrechung führte. Senegal gewann zwar nach Verlängerung, verlor den Titel jedoch später durch eine Entscheidung der CAF wieder.

Die neue Regel sieht vor, dass Schiedsrichter Spieler, die aus Protest das Spielfeld verlassen oder von anderen zum Verlassen des Spielfelds angestiftet werden, mit einer roten Karte bestrafen können. Auch Mannschaften, die den Spielabbruch verursachen, scheitern automatisch. Eine klare Ansage, um dem Chaos Einhalt zu gebieten und die Autorität der Schiedsrichter zu stärken.

Die WM in den USA, Mexiko und Kanada wird somit zum ersten Testfeld für die verschärften Regeln. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich diese in der Praxis bewähren und welche Auswirkungen sie auf das Spielgeschehen haben werden. Die FIFA hat mit diesen Maßnahmen ein klares Zeichen gesetzt – der Fußball muss sich anpassen.