Schindler schlägt o’connor und träumt von titel nummer zwei

Die Nerven behalten, wenn der Ire wie ein wilder Stier anrennt – das war die Devise. Martin Schindler hat sie umgesetzt, William O’Connor mit 6:3 nach Hause geschickt und steht im Achtelfinale der Belgian Darts Open. Deutschland hält den Atem an.

Die mauer steht, der rest flog raus

Niko Springer und Lukas Wenig sind längst Geschichte. Schindler bleibt als letzter deutscher Mann übrig, und er spielt nicht einfach nur mit. 46 Prozent Doppel-Trefferquote gegen O’Connor sind kein Zufall, sondern Zahlen, die Titel versprechen. Der Ire warf zwar den höheren Average (95,17), doch am Oche zählt, wer zuerst auf Doppel null macht. Schindler macht’s. O’Connor verheddert sich bei 27 Prozent Checkout-Quote – klassisches „Double-Trouble“.

Nun kommt Andy Baetens. Der Belgier feierte gegen Stephen Bunting einen Außenseiter-Coup, die Halle wird kochen. Average 89,99, Checkout 29 Prozent – keine Weltklasse, aber genug, um Bunting zu schlagen. Für Schindler ist das ein Gegner, den man schlagen kann, wenn man die eigenen Nerven im Griff behält. Der Sieg gegen O’Connor war der Beweis: Er kann es.

Noppert liefert die session-show

Noppert liefert die session-show

Während Schindler seine Ruhe bewahrte, lieferte Danny Noppert das Spektakel des Tages. 106,17 Average, 50 Prozent Doppel – Luke Woodhouse hatte keine Chance, trotz eigenem Niveau. Die Großen der Szene zogen ebenfalls ein: Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen – allesamt in Runde zwei dabei. Die Karten sind neu gemischt, die Favoriten sind noch da, aber der Deutsche, der übrig ist, trägt das Aufgebot der Fans auf seinen Schultern.

Am Sonntag um 14:30 Uhr ist Schindler dran. Die Halle in Wieze wird toben, Baetens wird die Massen hinter sich haben. Doch wer 46 Prozent trifft, wenn es brennt, braucht sich vor keinem Lärm zu fürchten. Die Mauer steht – und sie will weiter nach vorne.