Schindler fliegt raus: anderson zertrümmert den traum von fleetwood

Martin Schindler steht mit leeren Händen da. 8:10. Gary Anderson hat ihn in der dritten Runde der UK Open aus dem Turnier geworfen, und das, obwohl „The Wall“ 53,85 Prozent auf die Doppel traf – ein Wert, der normalerweise reicht, um weiterzukommen. Aber normal ist gestern.

Anderson spielte wie ein Mann, der sich erinnert, warum er zweimal Weltmeister war. 105,8 Average, 55,56 Prozent Doppel. Und dann dieser Run nach der zweiten Pause: 119er-Average in der dritten Session, das erste Break, 8:6. Schindler schaute auf die Anzeige und wusste: Jetzt wird es eng.

Der modus, der keine gnade kennt

Der modus, der keine gnade kennt

Die UK Open sind das Chaos im Kalender. Kein Seeding, keine Logik. Nach jeder Rage wird neu ausgelost. Schindler traf in Runde drei auf Anderson – statt auf einen Qualifikanten. So brutal ist diese Lotterie. Freitag noch hatte er Joe Cullen mit 10:8 weggeschossen, heute war Schluss.

Schindler selbst fand keine Ausrede. 94,05 Average, saubere Doppel, aber er stand gegen einen Gegner, der jeden Millimeter ausnutzte. Anderson war nicht besser, er war gnadenloser. Und das reichte.

Für Schindler heißt es: Umsteigen, weitermachen. Die Pro Tour wartet, die Weltmeisterschaft rückt näher. Heute hat er verloren – aber er hat gezeigt, dass er bereit ist, mit den Großen zu boxen. Das zählt für den Rest des Jahres mehr als jede Zahl auf dem Scoreboard.