Schalke strauchelt: fürth erwischt königsblau im aufstiegskampf

Ein spätes Unentschieden gegen das Schlusslicht Greuther Fürth hat den Traum vom direkten Aufstieg für den FC Schalke 04 vorerst auf Eis gelegt. Trotz eines Patzers von Darmstadt 98, versäumte es Schalke, die Tabellenführung uneingeschränkt zu zementieren. Die 1:1-Punkteteilung in Fürth wirft nun neue Fragen im Aufstiegspoker auf.

Der druck steigt für muslic

Der druck steigt für muslic

Dennis Srbeny schockte Schalke bereits in der 12. Minute mit einem frühen Führungstreffer für die Gastgeber. Trotz einer dominanten Spielanlage und Chancenplus gelang es der Mannschaft von Trainer Miron Muslic lange Zeit nicht, den Ausgleich zu erzielen. Erst ein fulminanter Schuss von Dejan Ljubicic in der 75. Minute rettete für die Gelsenkirchener ein Remis.

Die späte Rettung täuscht jedoch nicht über eine insgesamt schwache Leistung. Schalke wirkte ideenlos und fand kaum Mittel, um die Abwehr von Fürth nachhaltig zu knacken. Edin Džeko hatte zwar mit einem frühen Warnschuss aufgezeigt, doch die Durchschlagskraft im Angriff blieb weitgehend aus. Ein vermeintliches Eigentor von Džeko wurde aufgrund einer vorherigen Abseitsstellung durch den Videoassistenten aberkannt – eine Entscheidung, die für zusätzliche Verwirrung sorgte.

Darmstadt 98 hatte am Vortag bereits eine unerwartete Niederlage in Dresden kassiert (1:3), wodurch sich die Aufstiegsgruppe weiter zuspitzt. Neben Schalke und Darmstadt lauern nun auch SV Elversberg und Hannover 96 mit nur zwei Zählern Rückstand auf die Spitze. Der Kampf um die zwei direkten Aufstiegsplätze verspricht einen spannenden Endspurt.

Für Fürth bedeutet das Unentschieden zwar keine Verbesserung der Tabellenposition, doch die Mannschaft kann zumindest auf eine bessere Tordifferenz hoffen, um den direkten Kontakt zu den rettenden Ufern zu wahren. Der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt weiterhin zwei Punkte. Loris Karius fehlte Schalke aufgrund seiner Verletzung, doch dies kann die schwache Vorstellung der Mannschaft nicht rechtfertigen.

Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Schalke den Druck standhalten und den Aufstieg doch noch klar machen kann. Die Konkurrenz schläft nicht, und jeder Punktverlust wird nun teuer bezahlt werden. Die Partie in Fürth hat deutlich gemacht: Dieser Aufstiegskampf ist ein Nervenkrieg.