Schach-sensation: sindarov entthront die weltelite!
Die Schachwelt steht Kopf! Der junge Usbeke Javokhir Sindarov sorgt beim Kandidatenturnier in Scheveningen für eine historische Überraschung und katapultiert sich an die Spitze. Kann der 20-Jährige tatsächlich den Weltmeister herausfordern? Und was bedeutet das für deutsche Schachhoffnungen wie Matthias Blübaum?

Ein neuer stern am schachhimmel funkelt hell
Acht Runden sind gespielt, und Sindarovs Leistung ist schlichtweg atemberaubend. Fünf Siege, darunter gegen die absoluten Top-Favoriten Caruana und Nakamura, sprechen eine deutliche Sprache. Selbst Magnus Carlsen, der unangefochtene Weltranglistenerster, ist beeindruckt. „Meine Frau hat mich gefragt, ob ich je etwas Vergleichbares erlebt habe“, gestand der Norweger kürzlich. „Da konnte ich nur sagen: Nein.“
Die Elo-Zahl des jungen Usbeken, die seine Spielstärke widerspiegelt, ist geradezu astronomisch. Mit einer Turnierperformance zwischen 3100 und 3150 übertrifft er die Leistungen selbst der größten Schachlegenden. Er kombiniert taktisches Geschick mit kreativer Spielweise und scheint eine unglaubliche Nervenstärke zu besitzen. Das macht ihn zu einem ernstzunehmenden Kandidaten für den Titelkampf gegen den amtierenden Weltmeister Gukesh Dommaraju.
Auch wenn Matthias Blübaum, Deutschlands Nummer 1, gegen Sindarov in der Vorrunde ein Remis erreichte, sieht er sich nun vor einer enormen Herausforderung. Seine solide Spielweise und seine fundierten Eröffnungskenntnisse könnten ihm jedoch einen Vorteil verschaffen, da er als vermeintlicher Underdog weniger Druck verspürt. Aber die Wahrheit ist: Sindarov ist im Moment einfach zu stark.
Die jüngsten Erfolge von Vincent Keymer, der bei den Grenke Freestyle Open in Karlsruhe triumphierte, zeigen, dass im deutschen Schach viel Potenzial schlummert. Allerdings bleibt fraglich, ob der deutsche Spitzenspieler, der das Kandidatenturnier knapp verpasste, in der Lage gewesen wäre, Sindarov Paroli zu bieten.
Die Zahl spricht für sich: Sindarovs aktueller Vorsprung von zwei Punkten auf seine Verfolger lässt kaum Zweifel daran, dass er seinen Kurs fortsetzen und das Turnier gewinnen wird. Sollte er dies tun, dann wird sich die Schachwelt neu ordnen müssen. Der junge Usbeke hat bewiesen, dass er nicht nur ein Talent ist, sondern eine echte Bedrohung für die Weltspitze.
