Schach-sensation: sindarov entthront die weltelite!
Die Schachwelt steht Kopf! Der junge Usbeke Javokhir Sindarov sorgt beim Kandidatenturnier in Pégia für eine regelrechte Sensation und katapultiert sich mit einerbisher unerhörten Leistung an die Spitze. Matthias Blübaum, Deutschlands Hoffnung, mischt ebenfalls mit, doch die Frage, ob er dem aufstrebenden Stern gewachsen ist, brennt auf der Zunge aller Schachfans.

Blübaum fordert den shootingstar sindarov heraus
Nach acht Runden des Kandidatenturniers präsentiert sich ein überraschendes Bild: Der 20-jährige Javokhir Sindarov führt das Feld mit großem Abstand an. Seine bisherigen Erfolge sind historisch, seine Spielweise fasziniert und irritiert zugleich. Selbst Magnus Carlsen, der unumstrittene Weltranglistenerste, räumt ein, dass Sindarovs Leistung „sehr, sehr besonders“ ist. Die Spannung steigt, denn heute trifft Blübaum auf den jungen Usbeken. Kann der deutsche Großmeister dem Favoriten Paroli bieten?
Die Partie ist nicht nur für Blübaum von Bedeutung, sondern auch für das deutsche Schach insgesamt. Seit Jahren sucht man in Deutschland nach einem Spieler, der an Carlsens Fersen klebt. Sindarows Aufstieg könnte ein Weckruf sein, die Talentförderung im deutschen Schach zu intensivieren. Die FIDE, der Weltschachverband, hat ein spannendes Turnier in Zypern inszeniert. Sindarovs bisherige Siege gegen hochkarätige Gegner wie Caruana und Nakamura zeugen von seiner taktischen Brillanz und seiner beeindruckenden Nervenstärke.
„Meine Frau hat mich gefragt, ob ich jemals etwas Vergleichbares geschafft habe“, so Carlsen am Rande des Turniers. Ein klares Statement, das die außergewöhnliche Leistung des jungen Usbeken unterstreicht.
Doch es ist nicht nur Sindarovs Spielstärke, die beeindruckt. Auch seine mentale Stärke scheint außergewöhnlich zu sein. Während andere Spieler unter dem Druck des Turniers zusammenbrechen, scheint Sindarov noch stärker zu werden. Er spielt mit einer Kombination aus Kreativität und taktischer Präzision, die selbst erfahrene Schachspieler vor unlösbare Aufgaben stellt.
Währenddessen hat Vincent Keymer, Deutschlands Nummer 1, über Ostern das Grenke Freestyle Open in Karlsruhe gewonnen. Ein kleiner Trost, denn Keymer verpasste die Qualifikation für das Kandidatenturnier knapp. Sollte Keymer dabei gewesen sein, wäre es ein spannender Vergleich gewesen.
Die Live-Weltrangliste zeigt, dass Sindarov bereits an Keymer vorbeigezogen ist und nun auf dem fünften Platz rangiert. Seine Turnierleistung liegt aber deutlich höher, schätzungsweise zwischen 3100 und 3150 Elo-Punkten. Das bedeutet, dass er derzeit zu den besten Schachspielern der Welt gehört.
Sollte Sindarov das Turniers gewinnen, könnte er im Herbst die Chance erhalten, den amtierenden Weltmeister Gukesh Dommaraju herauszufordern. Ein Duell, das die Schachwelt in Atem halten würde. Die Zahlen sprechen für sich: Sindarov benötigt lediglich noch zwei weitere Siege, um den Turniersieg sicherzustellen. Ein historischer Moment für den jungen Usbeken und eine potenzielle Revolution im Schach.
