Scaloni lässt messi zappeln – 80 tage vor wm ist klar: der superstar diktiert

Lionel Scaloni schickt seine Albiceleste in die letzten Tests, doch die Frage, die ganz Argentinien beschäftigt, beantwortet nur einer: Messi selbst. 80 Tage vor dem WM-Start in den USA, Kanada und Mexiko hält der Trainer die Tür weit offen – und drängt zugleich nicht.

„Für das fußball-glück muss er dabei sein“

La Bombonera wird am Dienstag und Freitag zu einem Schaulaufen der Generationen. Gegen Mauretanien und Sambia testet Argentinien, doch die Blicke richten sich auf den 38-Jährigen, der nach eigener Marschrichtung spielt. Scaloni bestätigt: Messi steht in beiden Partien auf dem Platz. Wie lange? „Keine Ahnung, aber er wird spielen“, sagt der Coach und schickt damit ein Signal an die Konkurrenz: Der Kapitan ist noch lange kein Museumsstück.

Die Karten liegen aber nicht bei ihm. „Es ist Leo, der entscheidet. Er hat sich das Recht verdient, in Ruhe zu wählen“, betont Scaloni. Die Form ist kein Thema – die Psyche schon. Nach dem Triumph in Katar schwebt über der Mannschaft der Zauber des Endes. Ein Sechster WM-Titel für Messi? Das wäre die Quadratur des Fußballkreises.

Finalíssima abgesagt – scaloni zieht bilanz

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Ein kleines Nachspiel hat die Absage des Duells mit Spanien in Katar. Scaloni schiebt die Schuld nicht herum: „Fußball ist hier Nebensache.“ Stattdessen nutzt er die freien Tage, um jene Spieler zu prüfen, die sonst nur Bankwärmer sind. Die Message ist klar: Argentinien baut nicht nur auf Messis Genick, sondern auf eine Truppe, die auch ohne ihn bestehen kann.

Die Uhr tickt. In 80 Tagen geht es los. Scaloni wird alles versuchen, dass Messi dabei ist. Am Ende aber entscheidet ein einzelner Mann – und der hat es sich verdient, sich Zeit zu nehmen. Die Welt wartet. Argentinien wartet. Und Messi? Der trainiert weiter, als gäbe es kein Morgen.