Sc magdeburg verschiebt spitzenspiel: champions-league-fokus geht vor!

Ein umstrittener Schachzug im Bundesliga-Handball: Der SC Magdeburg hat sein mit Spannung erwartetes Topspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt kurzfristig verschoben. Der Grund: Die Grün-Weißen wollen ihre Chancen im Champions-League-Viertelfinale gegen Pick Szeged maximal erhöhen – ein riskantes Unterfangen, das die Fans nun vor eine Zitterpartie stellt.

Die hintergründe der terminänderung

Die hintergründe der terminänderung

Wie der Verein offiziell mitteilte, wurde das ursprünglich für den 3. Mai angesetzte Spiel um mehrere Wochen verschoben. Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt erklärte, dieser Schritt sei notwendig, um den Spielern ausreichend Regenerationszeit vor den wichtigen Partien in der Königsklasse zu gewähren. „Wir haben kurzfristig einen Antrag auf Verlegung des Heimspiels gestellt“, so Schmedt. „Dies ist seit einigen Jahren gängige Praxis in der Handball-Bundesliga.“

Die Entscheidung ist keineswegs unumstritten. Während der SCM auf die Titelverteidigung in der Champions League pocht, müssen sich die Fans beider Vereine auf einen neuen Termin einstellen. Interessant ist, dass auch die Füchse Berlin ihre Auswärtspartie in Eisenach auf einen späteren Zeitpunkt verschoben haben, was den Eindruck verstärkt, dass europäische Engagements Vorrang haben.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Auch die SG Flensburg-Handewitt ist noch im Rennen um den Finaleinzug in der European League. Doch da dieses Finale am 30./31. Mai stattfindet, scheidet dieser Termin als neuer Ansetzung aus. Die Lösung: Das Spitzenspiel findet nun am 21. Mai um 20:00 Uhr statt – verbunden mit zusätzlichen Wartungsarbeiten in der Getec-Arena.

Die Bilanz des Hinspiels spricht für sich: Der SCM setzte sich mit 35:31 durch. Marc-Henrik Schmedt zeigte sich zwar verständnisvoll, betonte aber die Belastung für die Fans: „Wir wissen, dass diese Verlegung sowohl für die Heim- als auch für die Auswärtsfans eine zusätzliche Belastung darstellt. Im Sinne der Chancengleichheit für die europäisch spielenden Teams bitten wir aber um Verständnis.“

Die Entscheidung zeigt deutlich: Im Profisport zählt der Titel. Und für den SC Magdeburg bedeutet das, dass der Fokus momentan ganz klar auf der Champions League liegt – koste es, was es wolle.