Sawe bricht zwei-stunden-marke: adidas unterstützte anti-doping-offensive
London – Sabastian Sawe hat Geschichte geschrieben! Der kenianische Marathonläufer durchbrach am Sonntag in London die magische Zwei-Stunden-Marke und lief die 42,195 Kilometer in einer atemberaubenden Zeit von 1:59:30 Stunden. Doch der Triumph war von Anfang an überschattet von der Frage nach der Reinheit des Erfolgs – eine Frage, auf die Sawe mit einer beispiellosen Anti-Doping-Strategie antwortete, unterstützt von seinem Sponsor Adidas.

Ein wettlauf gegen den zweifel: sawes proaktiver ansatz
Die Doping-Vorwürfe, die nach dem Weltrekordlauf aufkeimen würden, waren für Sawe vorhersehbar. Anstatt abzuwarten, schlug er Alarm vor und ging gemeinsam mit Adidas einen bemerkenswerten Weg: Rund 50.000 Euro investierte der Ausrüster bereits im September 2025 vor dem Berlin-Marathon in zusätzliche und besonders intensive Dopingtests. Sawe unterzog sich innerhalb weniger Monate insgesamt 25 Kontrollen, teilweise sogar zweimal an einem einzigen Tag – früh am Morgen und spät am Abend. „Doping ist wie Krebs“, erklärte er im Gespräch mit dem britischen ”Guardian”.
Die Initiative ging sogar so weit, dass Sawe eigenständig die Unabhängige Integritätskommission (AIU) kontaktierte, um zusätzliche Tests zu veranlassen. „Der Hauptgrund war, zu zeigen, dass ich sauber bin und das ernst nehme“, betonte der Läufer. Dieser Schritt ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Kenia in den letzten Jahren mit zahlreichen Dopingfällen zu kämpfen hatte. 145 kenianische Athleten wurden seit 2017 positiv getestet, und der Weltrekord von Ruth Chepngetich aus dem Jahr 2024 wurde aufgrund von Dopingvorwürfen aberkannt.
Um sich von diesen negativen Schlagzeilen zu distanzieren, hat Sawe eine strenge Regelung für seine Trainingsgruppe erlassen. Wer dem Team beitreten oder dort verbleiben möchte, muss einen Vertrag unterzeichnen, der verpflichtet, im Falle eines Dopingfalls alle Einnahmen an die Anti-Doping-Agentur zu spenden. Ein klares Signal, das Sawe setzen möchte.
Doping-Experte Fritz Sörgel bewertete Sawes Leistung im Gespräch mit dem „SID“ folgendermaßen: „Wenn ich diese Zeit sehe, stehe ich sprachlos davor. Aber ich sage auch ganz klar: Im jetzigen Stadium sind keine Zweifel angebracht, weil ich mir diese Leistung erklären kann.“ Die Unterstützung durch Adidas, die proaktive Anti-Doping-Strategie und die konsequente Ablehnung von Doping machen Sawes Weltrekord zu einem Triumph, der weit über die reine sportliche Leistung hinausgeht. Es ist ein Bekenntnis zur Fairness und ein starkes Signal an die gesamte Leichtathletik-Szene. Die Frage ist nun, ob andere Athleten diesem Beispiel folgen werden.
