Satou sabally verlässt phoenix und schockt die wnba mit liberty-deal
Die WNBA ist noch nicht einmal in der Offseason, und schon rumort es gewaltig. Satou Sabally, Finals-Heldin der Phoenix Mercury, wird nach Informationen mehrerer US-Medien bei den New York Liberty unterschreiben – einem Team, das ohnehin schon wie ein All-Star-Kader wirkt. Die 27-jährige Deutsche, gerade erst mit 16,3 Punkten und 19,0 Punkten in den Playoffs auf sich aufmerksam gemacht, wechselt in die Großstadt – und trifft dort auf ihre Nationalmannschaftskollegin Leonie Fiebich.
Ein heimspiel in brooklyn
Sabally wurde in New York geboren, verließ die Stadt jedoch als Kind. Jetzt kehrt sie zurück – nicht als Touristin, sondern als gefragte Superstar. Die Liberty haben bereits Breanna Stewart, Jonquel Jones und Sabrina Ionescu unter Vertrag. Mit Sabally kommt eine weitere MVP-Kandidatin hinzu, die in der Lage ist, Spiele mit einem Dreier, einem Drive oder einem Rebound zu entscheiden. Die Liga wird kleiner, die Konkurrenz größer.
Doch der Wechsel ist nicht nur sportlich brisant. Sabally war 2020 von den Dallas Wings an zweiter Stelle gedraftet worden, spielte dort vier Jahre, bevor sie zu den Mercury wechselte – und nun also direkt nach dem Finals-Einzug wieder weiterzieht. Das ist kein Normalfall in der WNBA. Spielerinnen, die ihre Teams in die Endspiele führen, wechseln selten so schnell. Aber Sabally war nie eine, die sich scheut.

Was phoenix verliert – und new york gewinnt
Bei den Mercury war sie nicht nur die führende Scorerin, sondern auch die emotionale Anführerin. Ihre 5,9 Rebounds und 2,5 Assists pro Spiel untermauern ihre Vielseitigkeit. In den Finals gegen die Liberty zeigte sie sich als einzige Mercury-Spielerin, die gegen Stewarts Defense konstant punkten konnte. Nun wird genau diese Waffe Teil des Problems für den Rest der Liga.
Die Liberty haben sich mit diesem Schlag einen Vorteil gesichert, wie ihn selten ein Team hatte. Zwei Deutsche im Kader – Sabally und Fiebich –, dazu ein Frontcourt, der sich mit Stewart, Jones und nun Sabally nicht nur in der Breite, sondern auch in der Tiefe mit jedem NBA-Vergleich messen kann. Die Frage ist nicht mehr, ob New York nächstes Jahr wieder im Finale steht – sondern wer sie überhaupt aufhalten soll.
Für Sabally ist der Schritt ein Karrieredrehpunkt. Sie spielt nicht nur vor Heimpublikum, sondern auch in einem System, das ihre Stärken perfekt einsetzen kann. Kein Team der WNBA schafft mehr offene Dreier aus dem Corner, kein Team hat mehr Spacing. Wenn sie gesund bleibt – und das war in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall –, könnte sie 2025 erstmals in ihrer Karriere die 20-Punkte-Marke knacken.
Die Liberty haben nicht nur eine Spielerin verpflichtet. Sie haben eine Botschaft gesendet: Wir sind nicht hier, um zu dominieren. Wir sind hier, um zu regieren. Und Satou Sabally ist jetzt Teil dieser Macht.
