Sasa kalajdzic: vom tiefpunkt zum historischen double!

Ein Fußballmärchen, so unglaublich, dass es kaum zu glauben ist: Sasa Kalajdzic, gezeichnet von einer Serie schwerer Verletzungen, hat mit dem LASK Linz nicht nur die österreichische Meisterschaft errungen, sondern auch den Pokal – ein Double, das dem Verein seit 1965 verwehrt blieb. Ein Triumph, der für den Stürmer persönlich einen bittersüßen Geschmack hat, denn er ist der Beweis dafür, dass selbst die dunkelsten Täler erklommen werden können.

Die hölle und zurück: kalajdzics weg zum double

Die hölle und zurück: kalajdzics weg zum double

61 Jahre mussten die Fans des LASK warten, um wieder den Triumph eines Doubles zu erleben. Und mitten in diesem historischen Moment stand Sasa Kalajdzic, dessen Karriere in den letzten Jahren von einer Verletzungskatastrophe nach der anderen geprägt war. Drei Kreuzbandrisse in knapp vier Jahren – eine Bürde, die selbst gestandene Sportler an den Rand des Abgrunds treibt. Der VfB Stuttgart, Wolverhampton und Eintracht Frankfurt waren Stationen eines Leidensweges, der ihn fast die Hoffnung geraubt hätte.

„Ich bin stolz und extrem glücklich“, gestand Kalajdzic nach dem Spiel bei der Kronen Zeitung. Seine Leistung in den entscheidenden Spielen der Meistergruppe, mit fünf Treffern und sechs Vorlagen, war schlichtweg herausragend. Allein beim 3:0-Sieg gegen Austria Wien bereitete er zwei Tore vor und zog einen Elfmeter heran – ein Beweis für seine Rückkehr zur alten Form. Auch im Pokalfinale gegen Altach glänzte er mit zwei Vorlagen.

Die Verletzungen, die ihn fast brachen

Der erste Riss im Jahr 2019 beim VfB, der zweite 2022 bei Wolverhampton und der dritte im Februar 2024 bei Eintracht Frankfurt – jede einzelne Verletzung war ein Schlag ins Gesicht. Zwischen Sommer 2022 und Sommer 2026 bestritt er lediglich 21 Spiele mit vier Toren. „Ich habe die Welt nicht mehr verstanden“, so Kalajdzic in einem Podcast. „Es war sehr hart. Ich hatte das Gefühl, dass es bei Frankfurt anfing, zu laufen.“

Die Entscheidung für einen kompletten Neustart in Linz war klug. „Ich habe nach dem dritten Mal zwei Schritte zurück gemacht. Das macht sich jetzt bezahlt.“ Der LASK, vielleicht nicht die glamouröseste Liga, war genau das, was er brauchte. Und er traf den Nagel auf den Kopf.

Die Rückkehr ins Nationalteam, nach 857 Tagen, krönte seine unglaubliche Geschichte. Seine Minuten gegen Ghana und Südkorea sicherten ihm einen Platz im WM-Kader. Ein Märchen, das noch lange nicht zu Ende erzählt ist.

Ralf Rangnick, der österreichische Teamchef, belohnte Kalajdzics unbändigen Willen und Durchhaltevermögen. Die WM in den USA, Mexiko und Kanada bietet ihm nun die Chance, seinen Namen in goldener Schrift in die Fußballgeschichte einzutragen.