Sapoko ndiaye: bayern-debütant überzeugt trotz durcheinander!

München – Ein 4:3-Spektakel in Mainz, das in die Geschichtsbücher eingeht, und ein 18-jähriger Debütant, der trotz eines holprigen Starts Eindruck hinterlässt: Bara Sapoko Ndiaye hat beim FC Bayern München seine ersten Bundesliga-Minuten gerissen. Doch der Weg zum Stammspieler ist noch weit, wie Trainer Vincent Kompany nach dem Spiel deutlich machte.

Ein test von feuer

Schon zuvor hatte Sapoko Ndiaye in den Partien gegen St. Pauli und Stuttgart Bundesliga-Luft geschnuppert. Doch ein Einsatz von wenigen Minuten ist eine andere Kategorie als der Startelfeinsatz in Mainz. Das physische Spiel der Mainzer, die von Beginn an aggressiv auf die Münchner Pressing-Maschine antworteten, stellte den jungen Senegalesen vor eine enorme Herausforderung. Der Stand zur Pause – 0:3 – sprach Bände.

„Solch ein physisches Spiel ist der härteste mögliche Test für einen jungen Spieler“, konstatierte Kompany nach dem Spiel. „Das war wirklich kein Spiel für junge Spieler, aber er braucht das, um daraus zu lernen.“ Diese Worte sind ehrlich und offen – ein Zeichen dafür, dass Kompany den jungen Spieler fördern und entwickeln will, auch wenn der Weg steinig ist.

Die Zahlen lügen nicht: 82 Ballkontakte, eine Passquote von 93 Prozent, alle vier Dribblings erfolgreich und 65 Prozent der Zweikämpfe gewonnen. Diese Werte zeigen, dass Sapoko Ndiaye trotz der schwierigen Umstände nicht untergegangen ist, sondern gekämpft und sich durchgesetzt hat. Er bewies, dass er mit dem Ball umgehen kann und das Tempo mitmacht, wie Kompany betonte. „Auf seinen Schultern liegt null Prozent Verantwortung.“

Die Reaktion in der zweiten Halbzeit, in der die Bayern die Partie wendeten und schließlich sogar noch gewannen, unterstreicht den Charakter des jungen Mannes. Er hat sich nicht unterkriegen lassen und seinen Beitrag zum Erfolg geleistet, auch wenn er nach 76 Minuten gegen Jonathan Tah Platz machen musste.

Paris wartet – und der traum vom profifußball lebt

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Leider wird Sapoko Ndiaye im Hinspiel des Champions-League-Halbfinales gegen Paris Saint-Germain nicht mitwirken können. Er wurde im Januar von den Gambinos Stars Africa ausgeliehen und in diesem Wettbewerb nicht gemeldet. Ein Auftritt gegen den Titelverteidiger wäre sicherlich eine gewaltige Aufgabe gewesen, vermutlich zu früh für den jungen Mittelfeldspieler. Kompany plant ohnehin mit anderen Spielern.

Die verbleibenden drei Bundesliga-Spiele bieten Sapoko Ndiaye jedoch die Chance, sich weiterhin zu beweisen und seine Leistung zu zeigen. Es bleibt spannend zu sehen, wie es im Sommer weitergeht und ob der FC Bayern die Kaufoption zieht. Egal wie es ausgeht – Sapoko Ndiaye kann sich mit Fug und Recht „Deutscher Meister“ nennen. Ein Traum, den er sich vor einigen Monaten in Gambia wohl kaum hätte erträumen können.