Sansonnens fliegt nach brutaler bandenattacke – sopa zittert, steht wieder auf

Basile Sansonnens ist Geschichte. Der Lausanner Angreifer raste in der 32. Minute mit vollem Körpereinsatz gegen Kyen Sopa, drückte den Jura-Stürmer mit dem Kopf zuerst ins Board – und war nach Video-Beweis sofort draußen. Matchstrafe, 5 Minuten plus Spieldauer, die Dusche ruft.

Die Szene wirkte wie aus einem Slapstick, nur dass niemand lachte. Sopa taumelt, packt sich den Unterarm, der Schädel klatscht gegen die Plexiglasscheibe. Die Bank der Ajoies verstummt, die Halle hält den Atem an. 15 Sekunden später steht Sopa wieder auf dem Eis – mit einer Grimasse, die sagt: Ich bin noch hier, aber es brennt.

Warum das deliberat sofort rot war

Warum das deliberat sofort rot war

Die Schiedsrichter schauen einmal, zweimal, verlangsamen die Aufnahme bis zur Bildergrenze. Klar erkennbar: Sansonnens hebt den Ellbogen an, zielt nicht aufs Puck, sondern aufs Körperzentrum seines Gegners. «Gefährliches Spiel, Check gegen den Kopf, keine Verwarnung, sondern direkt die Kabine», lautet das Uril von Referee Cedric Borga. Die Regel 42.1 – Matchstrafe bei Verletzungsabsicht – greift sofort.

Lausanne verliert damit seinen physischen Stürmer, die Linie um Kessler muss neu justiert werden. Coach Kevin Schlaepfer schüttelt nur den Kopf: «Basile weiß, dass er sich unklug angestellt hat, wir werden intern reden.»

Für Sopa heißt es: Weitermachen. Der 25-jährige Schweizer mit slovakischen Wurzeln kehrt zurück, spielt sogar die nächste Schicht. Nach dem Spiel ein zerknautschtes Lächeln: «Der Arm ist geprüft, nicht gebrochen. Ich bin froh, dass es nicht schlimmer ausgegangen ist.»

Die Ajoies nutzen den Powerplay-Tag für zwei Tore, drehen die Partie und feiern am Ende einen 4:2-Auswärtssieg. Sansonnens muss mit ansehen, wie seine Kollegen den Anschluss verpassen – und die Playoff-Chance weiter schrumpft.

Die Bilder gehen morgen durch die Liga. Für Sansonnens droht nun zusätzlich eine Sperre von mindestens zwei Spielen, das Disziplinargericht tagt am Montag. Die Rechnung für fünf Sekunden Ungeduld: möglicherweise drei Punkte und ein Saisonknick.