Sané trifft! doch jubel weicht der kontroverse

Ein frühes Tor, eine umstrittene Situation und ein Rekord, der nur knapp verpasst wurde: Leroy Sanés Führungstreffer für Deutschland gegen Ecuador sorgte für Aufregung im WM-Gruppenspiel. Doch der Jubel verstummte schnell, als die Frage aufkam, ob der Treffer überhaupt hätte zählen dürfen.

Pavlovics foulspiel überschattet sanés frühen erfolg

Pavlovics foulspiel überschattet sanés frühen erfolg

Schon wenige Sekunden waren im dritten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft verstrichen, als Sané zur Führung einschoss – ein Moment, der an frühere deutsche Triumphe erinnerte. Seit 1934 hatte kein deutscher Spieler so früh im WM-Endrundenturnier getroffen. Damals markierte Ernst Lehner in der ersten Minute gegen Österreich das 1:0. Sané fehlten lediglich 109 Sekunden, um diesen historischen Moment nachzuvollziehen. Doch die Freude währte nur kurz.

Denn unmittelbar vor Sanés Tor beging Bayern-Profi Aleksandar Pavlovic ein klares Foulspiel. Der junge Mittelfeldspieler traf seinen Gegenspieler Pedro Vite mit einem hochgestreckten Bein im Gesicht, als dieser zum Kopfball hochspringen wollte. Lutz Wagner, DFB-Schiedsrichter-Lehrwart, äußerte sich in der ARD kritisch: „Ist aus meiner Sicht eine sehr mutige Entscheidung. Das wundert mich sehr, dass da kein Einspruch vom VAR gekommen ist.“

Auch der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigte sich bei MagentaTV überrascht: „Regeltechnisch ist das für mich ein klares Foul. Das Tor hätte nicht zählen dürfen, da lege ich mich fest. Der Kopf ist auch nicht zu tief, der Fuß ist viel zu hoch – und er trifft ihn.“ Die Entscheidung von Schiedsrichterin Tori Penso (USA) lässt daher einen bitteren Nachgeschmack zurück.

Die Diskussion um das Foulspiel wird die kommenden Tage sicherlich begleiten und zeigt, wie fragil der Erfolg im Fußball sein kann. Ein unglücklicher Moment kann eine ansonsten erfolgreiche Leistung trüben.