Sandberg palmavela: dramatische wende und klare sieger!
Die vorletzte Tagesregatta der Sandberg PalmaVela war ein Nervenspiel für Segler und Regatta-Komitees gleichermaßen. Starker Wind, wechselnde Böen und komplexe Windverhältnisse sorgten für ein chaotisches, aber spannendes Rennen, das viele Überraschungen bescherte. Die Entscheidung um den Gesamtsieg in mehreren Klassen steht nun kurz bevor.
Dominanz in der orc 0 klasse: ino veritas unschlagbar
Besonders eindrücklich zeigte sich die Leistung von Ino Veritas in der ORC 0 Klasse. Das britische Team um Dean Barker, unter Beweis gestellt in seiner Fähigkeit, das Boot, das erst vor Kurzem in Europa angekommen ist, optimal zu nutzen, fuhr einen weiteren Drei-Sieg-Hattrick ein und sicherte sich damit den mathematischen Gesamtsieg. Barker selbst betonte, dass diese Regatta eine wichtige Gelegenheit sei, das Boot kennenzulernen und auf die Admiral’s Cup vorzubereiten. Die Konkurrenz, allen voran Aproperties – Blue Carbon und Aifos 500, kämpften zwar verbissen, doch konnten sie dem herausragenden Team um Ino Veritas nichts entgegensetzen.
Die Bedingungen waren alles andere als leicht. Der Wind, der zwischen 12 und 15 Knoten lag, forderte die Segler heraus und sorgte für ständige Positionswechsel. Besonders in der Bravo-Zone kam es aufgrund der wechselnden Windrichtungen (Levante und Xaloc) zu Verzögerungen bei den Starts. Trotz dieser Herausforderungen konnte der Regattaplan jedoch erfolgreich abgeschlossen werden.

Rose im ima/irc-stil unerreicht
Auch im IMA/IRC zeigte der deutsche Vertreter Rose von Andreu Juan und Sven Wackerhagen eine beeindruckende Vorstellung. Mit knapp einem Minute Vorsprung bezwangen sie Tilakkhana II, ein Wallycento mit einer erfahrenen Crew aus der internationalen Ocean-Szene. Das junge Team von Pelotari Project, mit bekannten Namen der balearischen, andalusischen und kanarischen Segel-Szene, sicherte sich den dritten Platz.

Spannung in orc 4-5 und flying fifteen
In der ORC 4-5 übernahm Just the Job (CV Port Andratx) die Führung von Tres Mares, während in der Flying Fifteen Klasse Femme Fatale (Club Marítimo San Antonio de Playa) seine beeindruckende Siegesserie fortsetzte. Die ORC A2 Klassen verzeichneten ebenfalls interessante Ergebnisse, mit Mia Gioia an der Spitze der 0-3 Gruppe und Guaguanco IV in der 4-5 Gruppe.
Die TP 52 Klasse wurde von No Way Back dominiert, dessen solide Leistung mit einem ersten und einem zweiten Platz die Führung in der Gesamtklasse festigte. Michele Ivaldi, Navigator von No Way Back, lobte die „klassischen Palma-Bedingungen“ und die „angenehme“ Atmosphäre der Regatta. Die Entscheidung um den Gesamtsieg in dieser Klasse wird am morgigen Tag erwartet.
Doch das eigentliche Meisterwerk dieser Regatta liegt in der Fähigkeit, selbst bei widrigsten Bedingungen den Sportgeist und die Freude am Segeln nicht zu verlieren. Die Sandberg PalmaVela hat einmal mehr bewiesen, dass sie eine der herausragendsten Regatten im internationalen Kalender ist – ein Fest für Segler und Zuschauer gleichermaßen.