Sananda fru verlässt louisville – berater wirft uni „fake news“ vor

Nach nur zwölf Monaten ist Schluss: Sananda Fru packt seine Basketball-Taschen und geht – nicht leise, sondern mit lautem Knall. Sein Berater Milan Nikolic schießt gegen die Louisville Cardinals, wirft ihnen Falschinformationen und ein „dreistes Angebot unter Marktwert“ vor. Der Deutsche gilt trotzdem als heißester Transfer des Sommers.

Die kampagne beginnt: nikolic nennt zahlen „erlogen“

Die Front ist klar aufgestellt. Auf der einen Seite das Sportmanagement der University of Louisville, das behauptet, Fru habe 2023 einen Mehrjahresvertrag unterschrieben. Auf der anderen Seite Milan Nikolic, der lachend die Akten auf den Tisch knallt: „Ein-Jahres-Vertrag, nichts anderes.“ Er zählt auf: 35 Spiele, 29 Starts, 6,1 Rebounds und 1,4 Blocks im Schnitt – Bestwerte im Kader. Dann folgt der Seitenhieb: „Sananda wurde grandios untergenutzt.“

Die Saison verlief für Louisville holprig. Je länger das Jahr dauerte, desto mehr schrumpfte Frus Einsatzzeit. Am Ende rutschte der 2,08-Meter-Mann sogar aus der Starting-Five, der Grieche Vangelis Zougris übernahm. Intern hieß es, Fru habe sich mit reduziertem Gehalt und kleinerer Rolle zufriedengegeben. Nikolic dementiert vehement: „Quatsch. Die Realität ist, dass Sananda einer der besten Big Men im College-Basketball ist.“

Marktwert statt mitleid: 20 angebote liegen bereit

Marktwert statt mitleid: 20 angebote liegen bereit

Ein neues Zuhause findet Fru trotzdem schneller, als Louisville seinen Ruf retten kann. Laut Nikolic liegen „rund 20 Angebote“ auf dem Tisch, allesamt „deutlich über dem der Cardinals“. Die Zahlen sprechen für sich: 75,4 % Field-Goal-Quote, 50 % von jenseits der Dreierlinie, 9,1 Punkte pro Spiel – Effizienz-Werte, die Scout-Herzen höherschlagen lassen. Der amtierende BBL-Nachwuchsspieler des Jahres könnte sogar noch ein weiteres College-Jahr dranhängen, bevor er sich vollends profimäßig orientiert.

Für Louisville bleibt ein fader Beigeschmack. Die PR-Abteilung schweigt, das Coaching-Team räumt intern ein, dass man den deutschen Top-Talent „nicht richtig eingebunden“ habe. Die Lehre: Ein Angebot unter Marktwert kann teurer kommen als gedacht – nämlich dann, wenn der Spieler geht und die Wahrheit bleibt.