Sampdoria zittert: diana vor rückkehr – und die fans wollen das team erst gar nicht mehr sehen
Der Countdown läuft auf Schmerz. Nach 44 Tagen ohneSieg droht der Sampdoria der Absturz in die dritte Liga, und die Lösung heißt Aimo Diana. Der erst im Dezember gefeuerte Ex-Coach des Brescia Calcio steht vor einer Rückkehr nach Genua – diesmal als Co-Trainer, um Attilio Lombardo zu stützen.
Diana gegen gastaldello und pavan – die entscheidung fällt nach dem avellino-desaster
Intern nennt Präsident Matteo Manfredi die Personalie „Notnagel“. Diana gilt als Favorit vor den Alternativen Daniele Gastaldello und Simone Pavan. Alle drei trugen einst das Blucerchiati-Trikot, doch nur Diana bringt Erstliga-Erfahrung als Chefcoach mit. Der Deal soll direkt nach dem Sonntagsspiel gegen Avellino besiegelt werden – einem Spiel, das bereits jetzt als lette Chance gehandelt wird, weil Esposito gesperrt fehlt und Ballardini mit seiner Mannschaft auf Siegprogramm ist.
Die Logik hinter der Personalie: Nach dem Aus von Foti und seinem Assistenten wegen der Frosinone-Affäre fehlt Lombardo numerisch die Hand im Trainingsalltag. Diana soll nicht als Co-Chef, sondern als rechter Arm fungieren – ein Aufbau, der intern schon als „Lombardo Plus“ tituliert wird.

Polizei-eskorte und fanboykott – die stadt dreht durch
Die Stimmung kocht. Nach dem 0:1 in Carrarese wartete die Mannschaft am Nervi-Tunnel nicht nur auf einen Polizei-Gefangenentransporter – die Ultras verhängten ein Fan-Boykott: „Bis Saisonende nicht mehr unter die Curva.“ Der Bus rollte mit Blaulicht durch die Nacht, und in Bogliasco angekommen, mussten die Spieler durch einen Seiteneingang schlüpfen. Die Bilder gingen durch WhatsApp-Gruppen viral, und innerhalb von Minuten war klar: Die Samp steht am Scheideweg zwischen Hochmut und Humiliation.
Lombardo reagierte mit einer Kabinen-Rede, die intern als „Kreuzigung“ beschrieben wird. Er warf den Spielern „Mentalität von Hallenfußball-Junioren“ vor. Die Worte trafen, aber sie heilten nicht. Stattdessen sickerte durch: Pozzi, bisheriges Mitglied des Trainerteams, weiß nicht, ob er nach Sonntag noch dabei ist. Seine Unsicherheit ist symptomatisch für ein Clubgebäude, in dem jeder auf jeden Knöpft und keiner mehr die Richtung vorgibt.

Kein sieg seit valentinstag – der kader wird im sommer auseinander genommen
Die Zahlen sind gnadenlos: Sechs Spiele, vier Niederlagen, zwei Remis, zwei Punkte. Die Winter-Transfers, einst als Befreiungsschlag gefeiert, entpuppen sich als Fehlgriff. Von 14 möglichen Zählern holte die Samp zwei – das ist keine Trendwende, das ist freier Fall. Elf Spieler laufen Leihgeschäfte aus, sechs weitere Verträge enden. Sportdirektor Tey will „Qualität und Gehaltshöhe“ neu justieren, Präsident Manfredi pocht auf „italienisches Herzblut“. Die Doppelspitze liefert sich intern ein Machtspiel, während die Mannschaft sich selbst finden muss.
Am Horizont taucht bereits der FC Südtirol auf – jene Mannschaft, die im Falle eines weiteren Patzers die Samp auf den Relegationsplatz drängen könnte. Die Fans sprechen schon vom „Endspiel am 27. April“, obwohl die Serie bis Mai dauert. Die Angst vor der Serie C sitzt tiefer als je zuvor.
Die Sampdoria war einst der Stolz Genuas – heute ist sie ein Labor für Angst. Diana mag die Notlösung sein, doch die wahre Frage lautet: Wer rettet eine Mannschaft, die sich selbst nicht mehr anschauen will? Die Antwort wird zwischen den Pfosten fallen – und zwar am Sonntag um 20:30 Uhr im Luigi-Ferraris, wo auch das Echo der eigenen Fans fehlen wird.
