Salah verlässt liverpool: endspiel nach neun jahren und einem zerstörten verhältnis

Es ist ein Abschied, der schon seit Monaten in der Luft hing, nun ist er besiegelt: Mohamed Salah wird den FC Liverpool nach dieser Saison verlassen. Der 33-jährige Ägypter verkündete die Trennung in einem emotionalen Video auf seinen sozialen Kanälen – und löste damit ein Erdbeben in der Premier League aus.

Der zerwürfnis mit arne slot war nur die spitze des eisbergs

Die Beziehung zwischen dem Flügelstürmer und dem neuen Trainer Arne Slot war von Anfang an angespannt. Nach drei Einwechslungen in Folge schoss Salah im November mit einem Interview gegen den Coach: „Ich fühle mich wie ein Sündenbock. Mit Slot gibt es kein Vertrauen mehr.“ Die Worte hallten nach. Der Club reagierte mit einer Distanzierung, die Spielerberater verhandelten, der Spieler wurde wieder reintegriert – aber das Verhältnis blieb kalt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In 31 Pflichtspielen dieser Saison kam Salah nur auf acht Tore und acht Vorlagen. Für einen Mann, der in der Vorsaison noch 29 Treffer und 18 Assists in der Premier League verbuchte, ist das ein Abrutscher. Der Abstieg war nicht nur sportlich, sondern auch mental sichtbar.

Kein klub in europa kann sein gehalt mehr zahlen

Kein klub in europa kann sein gehalt mehr zahlen

Mit einem Grundgehalt von 13,2 Millionen Euro plus drei Millionen an Boni ist Salah der bestbezahlte Spieler der Klubgeschichte. Diese Zahlen schrecken selbst die finanzstärksten europäischen Klubs ab. Die einzige Liga, die sich das leisten kann, ist die Saudi Professional League. Dort wartet Al-Ittihad schon seit zwei Jahren mit einem Angebot, das Cristiano Ronaldo in den Schatten stellen könnte.

Der Wechsel nach Saudi-Arabien ist keine Frage des „ob“, sondern des „wann“. Salah selbst kündigte an, dass sein Video nur „der erste Teil“ seiner Botschaft sei. Der zweite Teil wird das Ziel nennen – und das wird nicht Europa sein.

Ein abschied, der liverpool verändert

Ein abschied, der liverpool verändert

In neun Jahren wurde Salah zur Ikone. 255 Tore in 435 Spielen, drei Premier-League-Titel, ein Champions-League-Sieg. Er ist der dritterfolgreichste Torschütze der Vereinsgeschichte, nur hinter Ian Rush und Roger Hunt. Doch selbst Legenden haben ein Verfallsdatum, wenn das Klima im Klub kippt.

Die Trennung ist ein Schnitt. Nicht nur sportlich, sondern auch emotional. Salah wird nicht mehr in Rot auflaufen, aber er wird nie ganz verschwinden. Die Fans werden sein Torjubel nachahmen, seine Trikots werden in den Stadien weiter flattern. Und in den Geschichtsbüchern wird stehen: Er war der Mann, der Liverpool wieder groß machte – und der sich am Ende selbst entließ.