Sainz patzt: al-attiyah triumphiert beim verkürzten etappenrennen

Ein Schock für Carlos Sainz und sein Team: Beim verkürzten zweiten Tag des Desafío Ruta 40 verlor der spanische Routinier fast acht Minuten auf den Tagessieg und rutschte in der Gesamtklassement ab. Eine unglückliche Position als Erster des Feldes und einige Navigationsfehler führten zu diesem herben Rückschlag.

Dominanz der toyota-truppe und benavides' überraschungsangriff

Während Sainz kämpfte, feierte Nasser Al-Attiyah einen souveränen Sieg. Dank seiner Startposition im Mittelfeld konnte der Katarer die schwierigen Bedingungen optimal nutzen und den Vortritt seiner Konkurrenten ausnutzen. Besonders beeindruckend: Kevin Benavides, der als zweiter über die Ziellinie fuhr und damit bewies, dass mit ihm im Kampf um den Titel zu rechnen ist. Die Argentinier zeigen, dass sie nicht zu unterschätzen sind.

Die Toyota-Dominanz im Gesamtklassement ist unübersehbar. Joao Ferreira übernahm die Führung mit nur neun Sekunden Vorsprung vor Seth Quintero. Saood Variawa und Henk Lategan komplettieren das starke Quartett an der Spitze. Sainz hingegen liegt nun fast sechs Minuten zurück – eine deutliche Distanz, die er im weiteren Verlauf der Rallye wettmachen muss. Er ist zwar der beste spanische Fahrer, aber die Konkurrenz schläft nicht.

Sanders

Sanders' showeinlage auf zwei rädern

Auch in der Motorradwertung zeigte Daniel Sanders eine beeindruckende Vorstellung. Der Australier ließ seine Konkurrenten beim 128 Kilometer langen Spezialeinsatz förmlich hinter sich – mit einem Vorsprung von fünf Minuten! Das Terrain, hart und sandig, spielte dabei seinem Fahrstil in die Karten, da er die unberührte Strecke optimal nutzen konnte. Seine Führung in der Gesamtwertung ist mittlerweile komfortabel, mit elf Minuten Vorsprung auf Tosha Schareina. Die Frage ist nicht, ob Sanders gewinnt, sondern wie deutlich er siegen wird.

Der andorranische Fahrer Edgar Canet kletterte ebenfalls in der Rangliste nach oben und sicherte sich den fünften Platz in der Gesamtwertung. Der Kampf um die vorderen Plätze ist eröffnet und verspricht Spannung bis zum Schluss.

Die dritte Etappe, ein Rundkurs rund um San Rafael mit 408 Kilometern Spezialeinsatz, wird die Teams vor eine neue Herausforderung stellen. Die längste Etappe des Desafío Ruta 40 wird zeigen, wer wirklich die härteste Nuss ist. Denn eines ist klar: Im Wüstenduell zählt nur das Ergebnis.