Saibari schockiert schottland: marokko auf k.o.-rundenkurs!

Foxborough – Ein frühes Tor von Ismael Saibari hat Marokko im WM-Duell gegen Schottland den entscheidenden Vorteil beschert. Die Mannschaft des Atlaslöwen scheint das Ticket für das Achtelfinale bereits in der Tasche zu haben, während Schottland nun um seine Chancen kämpfen muss. Doch die Schlagzeilen vor dem Spiel wurden von einer ganz anderen Thematik überschattet.

Hakimis belastende vorwürfe überschatten das spiel

Hakimis belastende vorwürfe überschatten das spiel

Noch vor Anpfiff lastete eine dunkle Wolke über dem marokkanischen Team. Kapitän Achraf Hakimi musste sich in Frankreich wegen schwerer Vorwürfe verantworten. Das Berufungsgericht Versailles hatte bestätigt, dass sich der PSG-Verteidiger in einem Prozess wegen Vergewaltigung stellen muss – ein Schatten, der das Spielgeschehen begleitete und die Gemüter erregte. Die Buhrufe, die Hakimi während der Hymne von den schottischen Fans entgegengebracht wurden, waren ein deutliches Zeichen der Empörung.

Doch auf dem Platz zeigte Marokko eine beeindruckende Leistung. Bereits nach 70 Sekunden war die Tartan Army wie vor dem Feind überrascht worden. Saibari, der bei seinem WM-Debüt bereits gegen Brasilien traf, ließ sich nicht lange bitten und vollstreckte mit einem wuchtigen Rechtsschuss zur Führung. Der 25-Jährige scheint in bestechender Form zu sein und könnte für Bayern München eine Verstärkung darstellen – Gerüchte über einen Wechsel, der den jungen Offensivspieler schätzungsweise 55 Millionen Euro kosten soll, halten sich hartnäckig. Ein Medizincheck in den USA soll bereits erfolgt sein, so die Berichte.

Die Schotten, von der Tartan Army mit tosendem Applaus unterstützt, hatten Mühe, in das Spiel zu finden. Die Abwehr um Kapitän Andy Robertson geriet zunehmend unter Druck, während die Offensive lange Zeit harmlos blieb. Ein Elfmeter nach einem Foul an John McGinn blieb ungenutzt, was die Frustration im schottischen Lager weiter steigerte.

Bilal El Khannouss und Co. vergaben weitere Chancen, während Schottland verzweifelt versuchte, den Rückstand auszugleichen. Ein trauriger Moment folgte in der 76. Minute, als die schottischen Fans mit einem minutenlangen Applaus einem verstorbenen Anhänger gedachten, der während der WM-Reise in Boston ums Leben gekommen war. Ein Zeichen des Respekts und der Verbundenheit, das zeigte, dass der Sport mehr ist als nur ein Spiel.

Am Ende hielt Marokko dem Druck stand und feierte einen wichtigen Sieg. Schottland hat zwar noch eine theoretische Chance auf das Achtelfinale, doch gegen Brasilien am Donnerstag wird ein Wunder nötig sein. Saibari und seine Mannschaft hingegen können optimistisch in die Zukunft blicken – der Weg ins Achtelfinale ist geebnet, und der Bayern-Transfer scheint näher denn je. Die Löwen vom Atlas haben bewiesen, dass man sie nicht unterschätzen sollte.