Sahin packt aus: „madrid war wie ein hochgeschwindigkeitszug“

Nuri Sahin, der erfahrene Mittelfeldspieler und aktuelle Trainer von Istanbul Başakşehir, hat sich in einem Videopodcast erstmals ausführlich zu seiner Zeit beim Real Madrid geäußert. Seine Erinnerungen sind von Enttäuschung und einem Gefühl des Versäumten geprägt – und enthüllen überraschende Einblicke in den Wunsch eines jungen Talents, das unbedingt in Madrid spielen wollte.

Die kurze, turbulente zeit an der bernabéu

Sahin wechselte 2011 als vielversprechendes Talent zur königlichen Mannschaft, kam aber nie richtig in Fahrt. Verletzungen und die schiere Konkurrenz im Kader bremsten seine Entwicklung. „Vestir esa camiseta blanca, jugar en el Bernabéu, es algo increíble“, so Sahin über die Zeit, die er trotz allem als „unvergesslich“ beschreibt. Doch die Realität sah anders aus: Nur wenige Partien, wenig Spielzeit und ein Gefühl, nicht den Erwartungen gerecht zu werden.

Gülers traum von madrid – sahin wollte ihn mitbringen

Gülers traum von madrid – sahin wollte ihn mitbringen

Der gebürtige Berliner offenbarte zudem, dass er sich intensiv darum bemüht hatte, Arda Güler bereits während seiner Zeit in Madrid an den Verein zu holen. „Ich wollte unbedingt, dass Arda zum Dortmund kommt. Ich habe es mehrfach versucht. Er war sich aber sehr sicher und lehnte ab: ‚Egal was passiert, ich werde das Trikot von Madrid tragen, ich will in Madrid spielen.’“ Ein starker Beweis für die Anziehungskraft des weißen Trikots und Sahins eigenes Gespür für Talent.

Mental nicht stark genug für den „hochgeschwindigkeitszug“

Mental nicht stark genug für den „hochgeschwindigkeitszug“

Sahin relativiert seine eigene Leistung in Madrid und beschreibt den Verein als einen „Hochgeschwindigkeitszug“, der nicht auf ihn wartete. „Ich war technisch vielleicht bereit, aber mental noch nicht stark genug, um dem extremen Druck in Madrid standzuhalten.“ Die Atmosphäre im Bernabéu, die Erwartungen der Fans und die Konkurrenz waren enorm. Sahin gab zu, dass er in dieser Situation an seine Grenzen gestoßen war.

Ein team voller weltklasse – marcelo, ramos, cristiano…

Trotz der enttäuschenden Zeit blickt Sahin mit Respekt und Nostalgie auf seine Mitspieler zurück. „Wir hatten ein unglaubliches Team. Marcelo, Ramos, Pepe, Cristiano, Xabi, Kaká, Benzema… Es war unglaublich.“ Eine Zeit, die er seinen Kindern und Enkeln noch erzählen wird.