Sabalenka verschlingt 100-dollar-wagyu-hotdog nach sieg in miami
Aryna Sabalenka knabberte sich mit einem Happen durch den Goldstaub. Die Weißrussin verschlang nach ihrem 6-4, 6-2 gegen Qinwen Zheng den „Golden Glizzy“, einen Hotdog, der 100 Dollar kostet und mit Blattgold glänzt.

Das rezept für den sieg: australischer wagyu, kaluga-kaviar und croissant-brötchen
Die Salchicha stammt vom australischen Wagyu-Rind, das Brötchen ist ein aufgeschnittenes Croissant, obendrauf ein ganze Dose Kaluga-Kaviar der Marke Golden Goat. Die goldfolierten Streifen sind rein essbar – und ein Statement. „Ich habe Hunger, das ist meine Erholung“, schrie Sabalenka, während sie das Stadion in einen Snacktempel verwandelte.
Das Stück Kuriose: Das Gericht gibt es nur während des Miami Open im Hard Rock Stadium. Wer es bestellt, muss es direkt vor Ort verspeisen. Kein Mitnehmen, keine Doggy-Bag. Die Kollaboration zwischen dem Restaurant Chèvre Miami und dem Kaviar-Start-up Golden Goat ist eine einzige Saison lang auf dem Kiosk hinter Court 1 – und genau dort landete Sabalenka, nachdem sie ihre chinesische Gegnerin in 78 Minuten zerlegt hatte.
Die Spielerin war nicht auf improvisierten Proteinhunger programmiert. In den Tagen zuvor sichtete man sie bereits im Five Guys an der Biscayne Boulevard und im Bad-Bunny-Lokal in Brickell. Ihr Team bestätigt: „Sie isst, was ihr Spaß macht. Kalorien sind Brennstoff, keine Sünde.“
Die nächste Prüfung folgt prompt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag trifft sie auf Elena Rybakina, die letztjährige Wimbledon-Siegerin. Beide haben 2024 bereits zwei Titel geholt, beide servieren über 190 km/h. Das Match wird als Vorspeise auf das Finale gehandelt – und Sabalenka hat jetzt einen zusätzlichen Gang im Magen.
Der Goldhotdog ist kein Einzelfall. Immer mehr Turniere setzen auf exklusive Kulinarik, um VIP-Tickets zu rechtfertigen. In Wimbledon gibt es 70-Pfund-Sandwiches mit Trüffelmayo, in Roland-Garros Champagner-Sorbet für 45 Euro. Die Preise explodieren, die Portionen schrumpfen – und die Spieler lieben es, weil sie endlich selbst konsumieren dürfen, was sonst nur die Zuschaffer bestellen.
Sabalenka selbst lachte noch im Interview: „Wenn ich das Turnier gewinne, bestelle ich zwei.“ Die Rechnung wäre 200 Dollar – ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass sie allein für den Einzug ins Halbfinale 390.000 Dollar kassiert hat.
