Sabalenka: luxusschmuck und preisgeld – ein widerspruch?
Aryna Sabalenka, die unangefochtene Nummer eins der Weltrangliste, hat in der Saison 2025 bereits ein beachtliches Vermögen von knapp 13,8 Millionen Euro eingenommen. Doch während sie bei den French Open souverän in die nächste Runde einzog, sorgte eine Frage eines Journalisten für spürbare Verärgerung bei der Belarussin: Warum trägt sie teuren Schmuck und fordert gleichzeitig höhere Preisgelder?
Die frage nach der fairness
Sabalenka, die gegen Jessica Bouzas einen klaren Sieg mit 6:4, 6:2 feierte, trug Schmuckstücke ihres Sponsors Material Good im Wert von schätzungsweise 140.000 Euro – andere Quellen sprechen von 100.000 Euro. Die Frage nach der Vereinbarkeit von Luxus und Forderungen nach mehr Preisgeldern traf einen wunden Punkt. Die Belarussin reagierte prompt und betonte, dass es bei ihren Forderungen nicht um ihre eigene finanzielle Situation gehe.
„Ich kämpfe nicht für mich“, erklärte Sabalenka entschieden. „Es geht darum, dass wir für Spielerinnen kämpfen, die Schwierigkeiten haben, in der Tenniswelt zu überleben. Das hat nichts mit mir persönlich zu tun. Jeder weiß, dass es mir gut geht.“ Ihre Worte verdeutlichen, dass es ihr um eine strukturelle Verbesserung der Verhältnisse im Damen-Tennis geht.
Lo que nadie cuenta es que Sabalenka und andere Top-Spielerinnen wie Iga Swiatek und Coco Gauff bereits zu Turnierbeginn ein Zeichen gesetzt hatten. Sie beschränkten ihre Medienauftritte auf 15 Minuten, um Druck auf die Organisatoren auszuüben und ihre Forderung nach einem fairen Anteil am Gesamtumsatz der vier Majors zu untermauern. Die Turnierverantwortlichen haben zwar Gesprächsbereitschaft signalisiert, doch eine kurzfristige Änderung der Preisgeldverteilung für dieses Jahr ist unwahrscheinlich.

Mehr als nur geld: die nächste generation
Sabalenka betonte, dass es um mehr als nur Geld gehe. „Wir kämpfen für einen fairen Anteil an den Einnahmen – und auch für Spielerinnen, die nach Verletzungen zurückkommen. Die nächste Generation soll es leichter haben, wenn sie versucht, in die Top Ten zu kommen.“ Es geht um die Schaffung einer nachhaltigen und gerechten Struktur, die es talentierten Spielerinnen ermöglicht, sich im Profisport zu behaupten, unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund.
Neben dem Schmuck-Debakel sorgten auch andere Vorkommnisse bei den French Open für Aufsehen. Jakub Mensik kollabierte nach einem dramatischen Fünfsatz-Sieg aufgrund der Hitze, während Alexander Zverev ohne größere Probleme in die dritte Runde einzog. Doch Sabalenkas klare Positionierung im Kampf für mehr Fairness im Damen-Tennis bleibt das beherrschende Thema.
Die Solidarität zwischen Sabalenka, Swiatek und Gauff zeigt, dass die Forderungen nach einer gerechteren Verteilung der Einnahmen ernst gemeint sind. Ob die Turnierverantwortlichen ihren Druck in eine nachhaltige Veränderung umsetzen können, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass Sabalenka mit ihrer offenen Haltung und ihrem Engagement für die Gemeinschaft im Damen-Tennis einen wichtigen Beitrag leistet.
